Meckenbacher Weg soll nicht so schmal werden wie geplant
11.02.2012 - KIRN
Von Michael Schuf
Das Vorhaben, den Meckenbacher Weg im Zuge des Ausbaus zwischen Straßenmeisterei und Karl-Reidenbach-Straße von 7,50 auf 5,50 Meter Breite einzuengen, ist nicht nur in der Dezember-Sitzung des Stadtrats auf Kritik gestoßen (AZ vom 16. Dezember), auch aus der Bevölkerung kommen Bedenken. Diese Einwände hat der Landesbetrieb Mobilität (LBM) Bad Kreuznach zum Anlass genommen, die Planung erneut auf den Prüfstand zu stellen. Das bestätigen Thomas Wagner, der stellvertretende Leiter des LBM, und Gerold Haas (stellvertretender Fachgruppenleiter Bau- und Projektmanagement) auf Anfrage.
Die überarbeitete Planung sieht vor, informiert Wagner, den Meckenbacher Weg auf diesem Abschnitt nun auf sechs Meter Breite auszubauen - und nicht mehr auf die zunächst vorgesehenen 5,50 Meter. Der vom LBM modifizierte Plan wird nach Haas’ Worten derzeit mit den Baulastträgern - Kreis Bad Kreuznach für die Straße und Stadt Kirn für den Gehweg - abgestimmt. „Wir wollen uns der konstruktiven Kritik nicht verschließen“, macht Gerold Haas deutlich.
Wird auch Nahebrücke instand gesetzt?
Wann der Ausbau der Kreisstraße 8, also der Ortsdurchfahrt Meckenbacher Weg, auf insgesamt 619 Metern Länge beginnt, vermag Haas derzeit nicht zu sagen, denn eine mögliche weitere Großbaustelle wird diskutiert: „Momentan wird überlegt, in diesem Jahr die Nahebrücke zwischen Hochstetten-Dhaun und Kirn instand zu setzen.“ Voraussetzung sei jedoch die Finanzierung durch den Bund, das Volumen der Brückensanierung beziffert Gerold Haas auf 1,5 bis 2 Millionen Euro. Die Entscheidung steht noch aus. Haas rechnet damit, dass die Frage bis zum Frühjahr geklärt ist.
Und die Arbeiten an der Brücke hätten auch Auswirkungen auf den Verkehrsfluss in der Stadt - am Meckenbacher Weg ebenso wie auf der Landestraße entlang des Steinbruchs. „Daher suchen wir den engen Schulterschluss mit der Stadt“, betont Haas. Wenn die Brücke saniert werde, sei die zentrale Frage, ob man parallel bauen könne. Und wenn ja, welche Auswirkungen das habe. Wenn die Arbeiten nicht parallel erfolgen könnten, wäre die andere Option, nacheinander vorzugehen, also zuerst die Nahebrücke und dann den Meckenbacher Weg.
Thomas Wagner, der stellvertretende Leiter des Bad Kreuznacher LBM, sieht im nun vorgesehenen Ausbau des Meckenbacher Wegs auf sechs Meter Breite sämtliche Interessen gewahrt - die der Fußgänger sowie die der Auto- und Lkw-Fahrer. Das gelte auch für die Ausweisung von Parkflächen, denn am ursprünglichen Konzept werde nicht gerüttelt. Den jetzt benötigten halben Meter mehr wolle man am Gehweg - in Richtung der Häuser - abzweigen. „Der Gehweg bleibt auch dann noch breit genug“, ist Wagner überzeugt.
Auch er nimmt den Hinweis ernst, dass die K 8, also hier der Meckenbacher Weg, des Öfteren als Umleitungsstrecke für die Bundesstraße verwendet werde. Und damit habe man entsprechend zeitweise ein höheres Verkehrsaufkommen. „Eine berechtigte Anregung und nicht von der Hand zu weisen“, findet Thomas Wagner.
Warum war eine Verengung auf 5,50 Meter geplant? Beim Kreisstraßen-Bau seien ländliche Ortsdurchfahrten in der Regel so breit. Man komme fast immer mit 5,50 Meter gut hin. Die jetzt vorgesehene Breite von sechs Metern bietet in seinen Augen genug Platz, um als Umleitungsstrecke zu fungieren. Das habe man der Stadt mitgeteilt. Er geht davon aus, dass die Stadt damit einverstanden sei.
Durch den Ausbau soll die Straßencharakteristik verändert und der Meckenbacher Weg an eine Ortsdurchfahrt angepasst werden, das wurde in der Stadtratssitzung Mitte Dezember deutlich. Ziel sei es zudem, die Verkehrsführung und die Verkehrssicherheit zu verbessern, berichtete Oliver Barth vom LBM, als er die Entwurfsplanung vorstellte. Der schadhafte Ober- und Unterbau werde erneuert. Gehwege sollen neu angelegt beziehungsweise erneuert und 39 Parkplätze angelegt werden - für die Anwohner, aber auch als „Angebot für eine touristische Erschließung“, sprich für Besucher der Stadt.

