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Bärenbach 

Zivilisationsschock an der B 41

11.03.2010 - BÄRENBACH

Von Clarissa Streiß

VITALTOUR Wanderexperte prüft Qualität der Bärentour rund um Bärenbach

Knapp 14 Kilometer durch Wald und Flur, vorbei an der Ruine Naumburg mit Blick ins Nahetal ging es am Dienstag - die dritte geplante Vitaltour im Kirner Land nimmt zunehmend Gestalt an.

Die sogenannte Bärenroute, die rund um die Gemeinde Bärenbach führt, ist ergänzend zu den beiden Strecken bei Hochstetten-Dhaun, dem "Wildgrafenweg" und der "Felsengartentour" bei Simmertal angelegt. Was vor eineinhalb Jahren mit der Idee einer kürzeren Wanderstrecke begann, hat sich nach der Initiative des Bärenbacher Heimat- und Verschönerungsvereins in Zusammenarbeit mit der Verbandsgemeinde Kirn-Land nun zu einem umfangreichen Projekt entwickelt, wie Ortsbürgermeister Jürgen Schmidt erklärte.

Um der Fertigstellung eines besonderen Wanderwegs einen Schritt näher zu kommen, hat sich Matthias Gruber vom Deutschen Wanderinstitut nun für eine Zertifizierung mit den Stärken und Schwächen des Weges beschäftigt. Zusammen mit Jürgen Schmidt, dem Ersten Beigeordneten der Gemeinde, Alfred Litzenburger, Joseph Rohr, Ulrike Butz, Sachbearbeiterin bei der Verbandsgemeinde, und Dr. Rainer Feldhoff, der das Projekt für die VG bislang betreute, ging Gruber die Strecke trotz des widrigen Wetters ab. Der Experte des Wanderinstituts weiß, worauf es den Wanderern ankommt: Er analysierte und bewertete die Strecke unter fünf Gesichtspunkten. "Wichtig sind das Natur- und Landschaftserlebnis, die Wegweiser und das Wanderleitsystem, die sogenannten zivilisatorischen Einflüsse rund um den Weg, die Beschaffenheit des Untergrunds und sonstige Kriterien wie beispielsweise Sauberkeit."

Vorbei am Bielsgraben, der Schinderhanneshütte, über das Naturdenkmal Hachenfels und den "Kleinen Hachenfels" und wieder hinab in den Ort führte der erste Streckenabschnitt. Dabei ging es über Feld, durch mehrere Waldstücke und bot von den Vorsprüngen des Hachenfels einen weiten Blick ins Nahetal. Gruber sprach diesem Streckenabschnitt großes Lob aus, die Landschaft sei abwechslungsreich, biete idyllische Plätze und sei "richtig überzeugend".

Die folgende Unterquerung der Bundesstraße 41 hingegen bezeichnete er als "eine Art Zivilisationsschock", die Nähe zur stark befahrenen Strecke störe das Wandererlebnis erheblich. Er regte an, auf diesen Streckenabschnitt, trotz der Nähe zum Wasser, zu verzichten.

Der zweite Teil der Begehung führte zum Dietersfels, hoch bis zur Römerstraße, wo der Ausblick bei den Wanderern künftig bleibenden Eindruck hinterlassen soll. Weiter ging es zur Ruine Naumburg. Ein abwechslungsreiches Landschaftserlebnis, wie Gruber zufrieden feststellte, er nannte die Ruine einen "krönenden Abschluss".

"Ich habe den Weg durch die Augen der Zertifizierer betrachtet", unterstreicht Gruber. Schmidt will im nächsten Schritt die Feinerkundung der Bärenroute durchführen, hierbei sollen Wege geprüft werden, wie die B 41 umgegangen werden kann. Gruber regte an, einen Pfad von der Naumburg in Richtung Radweg, der bereits vorhanden war, wieder begehbar zu machen. "Ob das möglich ist und wie der Weg letztenendes aussehen wird, wird während der Feinerkundung zu klären sein", erläuterte Schmidt.

Landschaftspflegerin Ulrike Butz fasste nach der Begehung zusammen: "Den Bereich an der Nahe werden wir rausnehmen, ansonsten wird es nur kleine Änderungen des Streckenverlaufs geben." Als Start- und Endpunkt der Wanderung komme der Parkplatz am Ortseingang in Frage, so der Ortsbürgermeister. Nach der Fertigstellung der Bärenroute werde die Ausschilderung des Weges in Angriff genommen, um im Sommer den Weg von Vertretern des Wanderinstituts als Premiumweg zertifizieren zu lassen.

Bürgermeister Jügen Schmidt (re.) erläutert Matthias Gruber (li.) vom Wanderinstitut und der Agendabeaftragten der Verbandsgemeinde Ulrike Butz die Naumburg.Vergrößern

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