Schlossfest im Schullandheim
31.08.2010 - WINTERBURG
Von Reinhard Koch
JUBILÄUM 500 Gäste aus Mainz und Winterburg
Bis ins Detail war das Schlossfest hoch über Winterburg vom Organisationsteam um Michael Hay vorbereitet. Im Verlaufe des Tages pilgerten mehr als 500 Gäste zum Feiern „aufs Schloss“. Viele kamen aus der Landeshauptstadt, aber auch die Menschen aus Winterburg selbst und den umliegenden Gemeinden. Es gab zwei Anlässe zum Feiern, das 55. Jubiläum der „Schullandheim-Vereinigung Mainz e.V.“ und das 50-jährige Bestehen des Schullandheim-Anwesens auf dem Schloss. Den Startschuss gab der Vorsitzende der Schullandheim-Vereinigung, Peter Kretschmer.
Der Mittelstufenchor des Gymnasiums Gonsenheim und auch die Bläserklasse der Fritz-Straßmann-Realschule Hechtsheim unterhielten die Gäste mit Musik. Und von gut nachbarlicher Beziehung zeugte der Auftritt der Show-Tanzgruppe „Crazy-Future“ des SV Winterbach unter Leitung von Melanie Kessel. So gut wie eine Verpflichtung ist es für den Nahe-Soonwald-Chor unter Leitung von Günter Haaß bei Festen auf dem Schloss das Programm mit zu gestalten. Als Ersatz für das kurzfristig ausgefallene Cello-Ensemble boten die Organisatoren einen Karaoke-Wettbewerb. Moderiert wurde das Programm von Moritz Hartmann, der auch schon als Schüler in Winterburg war.
In seiner Festrede ging Peter Kretschmer auf die Geschichte des Schullandheimes ein, die auch seine eigene Geschichte sei. Denn jene 13. Klasse des Gutenberg-Gymnasiums, in der er damals, vor 50 Jahren selbst Schüler war, wurde auserwählt, das Amtshaus vorzubereiten für Schullandheim-Aufenthalte. Rund 1 000 Mainzer Schüler kommen Jahr für Jahr nach Winterburg, rechnete Kretschmer vor. „Winterburg hat in Mainz einen hohen Stellenwert“, sagte Kretschmer.
1981 war ein entscheidendes Jahr, als Gert Metz, der frühere Weltklassesprinter, die Leitung des Schullandheimes übernahm. Er und Peter Kretschmer setzten, am Ende sehr erfolgreich, ein gewaltiges Werk in Gang, um den Verfall des Schullandheimes aufzuhalten. „Schlossherrin“ ist Ingrid List (Daubach). Die Nachfolgerin von Alma Heinzle (Winterburg) bezeichnet sich selbst als „Macherin“, sorgt dafür, „dass alles läuft“. Sie macht den Speiseplan, kauft ein und kocht. VG-Beigeordneter Robert Nicolay betonte die Bedeutung des Schullandheimes für Winterburg und die gesamte Region.
Überall auf dem Gelände des Schullandheimes gab es Spieleangebote. Das Abendprogramm mit Party-Rock und der Finthener Partyband „Dirty Glamour“ lockte noch einmal viele Gäste auf den Schlossberg. Großartig war das Abschlussfeuerwerk mit Begleitmusik in den Winterburger Nachthimmel hinein.

