Von Wilhelm Meyer
NATURSCHUTZ Offizielle Einweihung des Weinbergsterrassen- und Orchideenpfads am Staudernheimer Hang
Riesiges Interesse fand die offizielle Eröffnung des Weinbergsterrassen- und Orchideenpfads am Staudernheimer Hang. Staudernheims Bürgermeister Franz Seiß berichtete, wie sich die Bedenken über das, was da im Hang passierte und so lange dauerte, schließlich doch verflüchtigt hätten.
Begonnen habe das Projekt in Zusammenarbeit von Kreis, Arbeitsverwaltung und Verbandsgemeinde noch zu seiner Zeit als Kreisbeigeordneter, resümierte VG-Bürgermeister Rolf Kehl. Doch richtig in Gang gekommen sei es schließlich, als Anfang 2006 die Arge Bad Kreuznach mit einer Maßnahme eingestiegen sei.
Was unter Federführung des Service Center Nahe im Hang geleistet worden sei, so erläuterte Kehl, habe er erst richtig ermessen können, als die Steiltreppe gefunden und rekonstruiert worden sei. Und, wo sei man bei Gelegenheit einer Eröffnung schließlich froh, wenn die Sonne nicht scheine?
Was für die Mannen des Service Centers eine schweißtreibende Arbeit war, ist es für die Winzer des Bad Sobernheimer Weinguts Karlheinz Schneider und Sohn nicht minder. Sie sorgten dafür, dass mit der Anlage eines Weinbergs in der nun wieder belebten Lage "Goldgrube" der Ursprung dieser typischen Weinbaulandschaft erkennbar wird.
In fünf Etappen mit thematisch zugeordneten Tafeln führt der etwa 45-minütige Weg bis hoch zum Aussichtsturm. Nach dem "Historischen Weinberg" geht es an weiteren Tafeln über den "Aufbau einer Trockenmauer", den "Lebensraum Trockenmauer" und Informationen über die "Heimischen Orchideen" bis zum Lebensraum "Magerwiesen". Federführend bei der Konzeption der Tafeln war Thomas Bender, Referatsleiter der Naturschutzbehörde beim Kreis Bad Kreuznach. Er hat das Projekt von Beginn an betreut.
Hans Vollmer, Leiter der Abteilung Umweltschutz und Veterinärwesen, lobte die Zusammenarbeit der zahlreichen Ebenen und Institutionen, von Verbandsgemeinde, Kreis, Land, Arge und Landesbetrieb Mobilität (LBM). Der hat nicht allein im oberen Teil des Hanges Grund aufgekauft, um Ausgleichsmaßnahmen in das Projekt einzubinden, gleichsam als Nebenprodukt von Hangsicherungsmaßnahmen gebe es demnächst einen Fußweg vom Staudernheimer Bahnhof.
Hinzu kommen der Naturpark Soonwald Nahe und das Forstamt Bad Sobernheim, und die RWE habe sich durch gesponserte Bänke beteiligt. Die Verbandsgemeinde mit ihrer Wirtschaftsförderungsgesellschaft (Wifög), Landkreis und LBM werden sich, so Kehl, in die jährlichen Pflegekosten teilen. Nicht vergessen sollte man, so fügte Dieter Schuck (Service Center Nahe) an, dass die Maßnahme für einige der beteiligten Arbeitslosen zu einem Neueinstieg in den ersten Arbeitsmarkt oder mit Lehrstellen zu einem ersten Einstieg überhaupt geführt habe.

