(ttt). Der Barfußpfad ist für die neue Saison neu verpachtet. Wie Bürgermeister Rolf Kehl aus der nichtöffentlichen Sitzung des Aufsichtsrates der Wirtschaftsförderungsgesellschaft berichtete, hat den Zuschlag jene Gruppe um den Bad Sobernheimer Harald Müller bekommen, die auf dem Hartplatz in der Staudernheimer Straße ein Hotel bauen will. Für den Barfußpfad wird die Gruppe eine Gesellschaft gründen.
In der engeren Wahl war neben der Müller-Gruppe ein anderer Bad Sobernheimer Bewerber, nach AZ-Informationen die Familie Klußmeier. "Man hätte mit beiden ins Geschäft kommen können", lobte Kehl die Konzepte. Beide wollten versuchen, den Barfußpfad mit der Stadt zu vernetzen.
Der neue Betreiber des Barfußpfades wird eine höhere Pacht als bisher zahlen und weniger Provision für den Verkauf der Eintrittskarten kassieren. Was Kehl besonders gefiel, war die Idee, Gäste des Barfußpfades mit einem Spezialfahrrad an mehreren Punkten der Strecke mit Erfrischungen zu versorgen.
Die Müller-Gruppe versteht sich als "Touristinformation vor Ort", wie es in ihrem der AZ vorliegenden Konzept heißt. Der Kiosk am Barfußpfad muss demnach attraktiver, der Rastplatz dort von außen besser wahrnehmbar sein. Getränke sollen fortan zu ortsüblichen Preisen verkauft, der Platz nach Osten für Selbstversorger geöffnet werden. Die Müller-Gruppe will beim Verkauf der Eintrittskarten für die Sehenswürdigkeiten der Umgebung werben. Auch soll es dort Informationen über die Bad Sobernheimer Gastronomie geben. Der Barfußpfad darf mit seinem Sortiment nicht zur Konkurrenz für den vom früheren Pächter Bengard betriebenen Quellenpavillon oder zum Sommercafé werden. Die neuen Betreiber rechnen mit zweieinhalb festen Arbeitsplätzen sowie Ferienjobs in den arbeitsintensiven Phasen.

