Immer die Badegäste im Blick
03.09.2010 - BAD SOBERNHEIM
DLRG Rettungsschwimmer aus Bad Sobernheim leisten ehrenamtlichen Dienst im Ostseebad Binz
(red). Sommer, Sonne, Strand und Meer. Auf den ersten Blick klingt das für viele nach Sommerurlaub. Für andere jedoch bedeutet das harte Arbeit. So auch für die Bad Sobernheimer Rettungsschwimmer der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft. Während sich andere am Strand um die besten Liegeplätze und Strandkörbe streiten oder entspannt in der Sonne baden, leisteten sechs Rettungsschwimmer der Sobernheimer Ortsgruppe ihren zweiwöchigen Dienst ehrenamtlich im Ostseebad Binz auf Rügen ab. Für Jan Schäfer, Karin Bruch, Laura Weber, Bootsführer Dirk Weber, stellvertretenden Wachleiter Benjamin Bender und Wachleiter Christian Ley galt es, zusammen mit 17 anderen Rettungsschwimmern aus ganz Deutschland, die Badegäste an dem insgesamt vier Kilometer langen Strand im Auge zu behalten.
Bei dem überwiegend sommerlichen Wetter füllte sich der Binzer Strand bereits vormittags sehr rasch, so dass oft mehr als 10 000 Gäste die Sonne und das warme Ostseewasser genießen konnten. Zu schweren Zwischenfällen kam es jedoch in diesem Jahr nicht. Mehrere kleinere Verletzungen mussten behandelt werden und manche Badegäste auch mit einem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht werden.
Ein rasches Eingreifen erforderte jedoch ein Jugendlicher, der sich mit einer schweren allergischen Reaktion auf einem der acht Rettungstürme meldete. Durch das zügige Handeln der Einsatzkräfte und das zeitnahe Eintreffen des zur Unterstützung angeforderten Notarztes konnte jedoch Schlimmeres verhindert werden. Den Großteil der Einsätze stellte die Suche nach vermissten Kindern dar. Dies geschieht immer wieder, da für die kleinsten Urlauber nahezu jeder Strandkorb gleich aussieht und sie so sehr schnell die Orientierung verlieren und innerhalb kurzer Zeit aus den Augen der Eltern verschwinden.
Eine weitere Herausforderung war die Absicherung des 8. Binzer Duathlon. Auch hier war ein Eingreifen der Sobernheimer Rettungsschwimmer erforderlich. Schwimmer, die ihre eigenen Fähigkeiten überschätzten, mussten in Rettungsbooten an Land zurück gebracht werden. Ein Läufer, der nach seinem Zieleinlauf unter Kreislaufproblemen litt, musste durch die Rettungsschwimmer erstversorgt und anschließend ins Krankenhaus gebracht werden.

