(dz). Nach dem AZ-Bericht über eine CDU-geführte Mehrheit im Bauausschuss, die die Installation eines Geschichtsvideos im Kulturhaus Synagoge abgelehnt hatte, wendet sich die Partei Die Linke an den Zentralrat der Juden in Berlin. Sie bittet darum, für eine würdige Nutzung des Gebäudes Sorge zu tragen - auch als Mahn- und Gedenkstätte.
Rolf Tarnow, Timo Kaufmann und Berthold Stauch finden "die Einlassungen der Kommunalpolitiker in hohem Maße peinlich, beschämend und erschreckend" und schließen sich somit der Einschätzung von Dr. Joachim Hahn an. Der Pfarrer und Historiker hatte davor gewarnt, dass das Ansehen der Stadt und ihrer Bürger nachhaltig Schaden nehmen könnte.
Auch die Linke wehrt sich nun dagegen, "den Stellenwert der ehemaligen Synagoge als Mahn- und Gedenkstätte systematisch zu reduzieren", wie Tarnow schreibt.

