Hilfe für den kleinen Fynn
27.02.2010 - BAD SOBERNHEIM
Von Manfred Petzholdt
STAMMZELLENTEST HSV ruft für Mittwoch alle Menschen der Region zur Blutspende
Es ist schwer zuzusehen wenn ein Kind erkrankt ist, noch schwerer ist es, mit anzusehen, wie dieses unschuldige Kind mit dem Tod ringt. Tief gerührt war Dr. Jörg Maschtowski, der 2. Vorsitzende des Handballsportvereins, als er aus der AZ vom schweren Schicksal des kleinen Fynn Schiebeler aus Mainz-Kostheim erfuhr.
Der vierjährige Fynn ist schon ein kleiner Handballer, hat zusammen mit den Minis in Mainz trainiert. Dann kam eine Schreckensnachricht, die nicht nur Maschtowski unter die Haut ging. Der kleine, vierjährige Fynn Schiebeler ist an Leukämie erkrankt, eine lebensbedrohende Krankheit. Er hat schon einige Chemo-Behandlungen hinter sich.
Diese Behandlungen sind leider nicht ausreichend, um Fynn zu helfen. Fynn braucht eine Stammzellentransplantation, um gesund zu werden. Doch das Problem dabei ist, es gibt Millionen verschiedener Kombinationen von Gewebemerkmalen der Stammzellen. Es gilt nun, eine Kombination zu finden, die genau auf Flynn passt. Das wird schwer, das weiß auch Maschtowski, doch es gibt einen Hoffnungsschimmer, einen Strohhalm an dem sich die Menschen, die Fynn helfen wollen, klammern. Dieser Strohhalm sind so genannte Typisierungsaktionen. Bei der Typisierung wird gesunden Personen im Alter von 18 bis 55 Jahre 10 Mililiter Blut entnommen. Dieses Blut wird im Labor getestet, und wenn der kleine Fynn Glück hat, ist eines dabei, das zu seinen Gewebemerkmalen passt.
Maschtowski hat nun eine Typisierungsaktion in Bad Sobernheim organisiert. Diese wird am Mittwoch, 3. März, im Emanuel Felke Gymnasium sein. Maschtowski bittet - für den kleinen Fynn - alle Menschen der Region, an diesem Tag in der Zeit von 17 Uhr bis 20 Uhr ins Gymnasium zu kommen und sich eine kleine Menge Blut für den Test abnehmen zu lassen. Das Blut wird im Labor getestet, jeder Test kostet 50 Euro.
Krankenkassen oder staatliche Stellen tragen diese Kosten nicht. Das erzürnt Jörg Maschtowski: Milliarden habe man, um Banken zu retten, aber kein Geld für lebensrettende Maßnahmen wie beim kleinen Fynn. Deshalb bittet Maschtowski nicht nur um Teilnahme an dem Typisierungstest, sondern auch um Geldspenden. Jede Spende ist wichtig, hilft Fynn und seinen Eltern.
Maschtowski ist sicher das die Menschen der Region helfen werden. So wurde im Gymnasium sofort Unterstützung versprochen, Firmen der Region wollen sich mit Spenden beteiligen - und auch Sportvereine in den Nachbarorten machen mit.

