So viel brachte der Barfußpfad seit 2000/Seitdem 870 000 Besucher
ttt. Seit 2000 kostet der Gang über den Barfußpfad Eintritt. Seitdem zahlten knapp 870 000 Besucher 1,53 Millionen Euro - "schon bemerkenswert", fand vor dem gemeinsamen Ausschuss von Stadt und Verbandsgemeinde Bürgermeister Rolf Kehl, immerhin Vater der touristischen Attraktion. 2008 brachten 92 233 Besucher gut 211 000 Euro, für Kehl "eine relativ gute Saison". Mit kleinen Tücken. Kehl führt die gegenüber dem Vorjahr um knapp 50 000 Euro höhere Einnahmen zwar auch auf die erhöhten Eintrittspreise zurück. Doch die Zahl der Gruppen ging von 20 000 auf 5000 zurück - wegen der neuen Tarife. "Wir werden das im Auge behalten", versprach der Bürgermeister. Dorothee Seufert stört, dass auf dem Barfußpfad immer wieder Hunde ausgeführt werden mit den für Barfußgänger äußerst unappetitlichen Folgen. Die Christdemokratin vermisst da das Schild, dass Vierbeiner - auch Pferde - fern hält Ralf Schneberger sagte, eine Satzung regele eindeutig, dass Tiere auf dem Pfad bei Strafe nichts verloren hätten. Doch auch von einem von Seufert geforderten Verbotsschild hält der Chef der Kur- und Touristinformation nicht viel: "Wer fährt schon 70, wenn auf einem Schild Tempo 70 steht?" Die Hängebrücke ist abmontiert und wird beim Hersteller generalüberholt, antwortete Kehl auf die Warnung des Grünen Michael Altmeier, das tragende Mittelseil zum Staaren hin sei mittlerweile gefährlich glitschig geworden. Ein Dach für die Holzbrücke über die Nahe vor Staudernheim wird es nicht geben, bedauerte Kehl. Die notwendige Statik koste 100 000 Euro - "das ist nicht leistbar". Altmeier will beobachtet haben, dass Busse voller Touristen von Staudernheim Richtung Barfußpfad fahren und damit am Kassenhäuschen vorbei. Für Kehl ist das "wie auf dem Disibodenberg: Es gibt immer einige, die nicht zahlen wollen, und Busunternehmen sind clever". Rainer Engelmann wollte von Kehl wissen, wie sich der Einbruch bei den Besucherzahlen nach dem Jahr 2003 erkläre, als 133 000 Barfußgängern für den bis heute gültigen Rekord sorgten. Bis 2003 habe wohl "der Effekt des Neuen" gezündet, meinte Kehl, der sehr zufrieden wäre, wenn sich der Besuch bei 90 000 im Jahr einpendeln würde.

