Die AZ hatte kommentiert, wie schlimm es für Grundschüler sein muss, wenn sie in der Ganztagsschule kein Essen erhalten. Das bewegt auch diesen Leser. Grausam Es muss für einen jungen Menschen grausam sein, wenn er in Anwesenheit von seinen Mitschülern vom Mittagessen ausgeschlossen und damit gedemütigt wird. Es hinterlässt tiefe Spuren in der Psyche der Kinder. Es heißt dann: Deine Eltern haben nicht für dich bezahlt! Ob es wirklich so ist, oder nur ein bedauerlicher Irrtum vorliegt, interessiert keinen. Die Kinder sind stigmatisiert. Lobenswert ist, dass unsere Landesregierung konsequent und vorbildlich Ganztagsschulen fördert. Meines Erachtens gehört das kostenlose Mittagessen dazu. Selbstverständlich ist das mit höheren Kosten verbunden. Wir als Nation müssen aber auch wissen, was unsere Kinder und deren Werdegang uns wert ist. Ähnlich gelagert ist das Problem bei den Schulbüchern. Für viele Familie bedeutet die Neuanschaffung von teuren Büchern eine erhebliche Belastung der Haushaltskasse. Hier lautet mein Vorschlag: Die Lernmittelfreiheit konsequent auf alle Schularten ausweiten. Ein Pauschbetrag für jeden Schüler würde auch das Gebot der Sparsamkeit berücksichtigen. Einspareffekte könnte zudem über die Reduzierung von Verwaltungskosten erzielt werden. So müssten keine Lernmittelgutscheine ausgeben werden, die unangenehme Selbstoffenbarung der Elter würde zudem entfallen. Dies wäre konsequente Familienförderung, die weiterhilft als eine minimale Kindergelderhöhung. Thomas Bursian Kirn

