DSL-Versorgung sei längst Thema im Gemeinderat gewesen/ FWG-Mann solle sich nicht mit fremden Federn schmücken
(red). Verwundert über die Kritik von Peter Herrmann (FWG) am Stand der DSL-Breitbandversorgung in Monzingen (AZ berichtete) zeigen sich die Mitglieder der SPD-Gemeinderatsfraktion. Dieses Thema sei doch zuletzt am 27. November 2008 und am 16. Dezember 2008 durch den Ortsgemeinderat Monzingen eingehend beraten worden. Auf Grundlage verschiedener Vorschläge von DSL-Versorgern habe es ein einhelliges, fraktionsübergreifendes Ergebnis gegeben, erinnert die SPD. Demnach war man der Überzeugung, dass in nächster Zeit eine DSL-Ausbauoffensive eines großen Anbieters zu erwarten sei. Ebenso war der Rat einhellig der Meinung, dass man derzeit keine Steuergelder den DSL-Versorgern zwecks Ausbau ihrer Versorgungsnetze zur Verfügung stellen sollte. Die Situation wurde als nicht entscheidungsreif angesehen, weil die vorgelegten Angebote nicht überzeugten, so die SPD in ihrer Pressemitteilung.
So wünschenswert eine schnelle DSL-Breitbandversorgung auch sei: Die Entwicklung zunächst zu verfolgen, sei eine weitsichtige Vorgehensweise, meint die SPD. Dies gelte auch im Hinblick auf ein mögliches Konjunkturpaket von Bund und Ländern.
"Im Übrigen machte der in diesem Berufsfeld arbeitende Peter Herrmann in dieser Angelegenheit zu keiner Zeit einen umsetzungsfähigen Vorschlag", erklären Norbert Alt und Klaus Stein für die Monzinger SPD-Ratsfraktion. "Sollten etwa wie bei der Verbesserung der B41-Beschilderung oder der Verkürzung der Ampelschaltzeiten einmal mehr andere initiativ werden und die Arbeit leisten?", fragen die Sozialdemokraten. "Kein Problem für viele Ratsmitglieder, hierfür sind sie auch gewählt." Stimmungsmache sei hier jedenfalls fehl am Platz, "ein ständiges Schmücken mit fremden Federn ebenfalls", heißt es in Richtung Herrmann. Es wäre gut, wenn Ratsmitglied Herrmann, auch wenn im Juni 2009 Kommunalwahlen anstehen, zur sachlichen Arbeit zurück finden könnte, meinen Alt und Stein.
Nicht ohne Grund sei der Haushalt der Gemeinde Monzingen mit mindestens 380000 Euro im Plus. Gehe es nach der SPD-Gemeinderatsfraktion, solle die gute Haushaltssituation in kommenden Jahren unter anderem dazu genutzt werden, die Festhalle umzugestalten, um diese wieder attraktiv für die Ortsvereine und die Bürgerinnen und Bürger zu machen. Auch in Monzingen gelte, dass jeder Euro nur einmal ausgegeben werden kann. Allen alles zugleich zu versprechen, sei nicht die Art der Monzinger SPD. "Auch ein Bemühen durch den VG-Bürgermeister in Fragen der DSL-Anbindung halten wir nicht für erforderlich", meinen Stein und Alt für die SPD-Ortsgemeinderatsmitglieder in Monzingen.

