"Anträge als Anfragen beantwortet"
19.03.2010 - MONZINGEN
(sbr.) Hauptsächlich um die Anträge in der vorletzten Gemeinderatssitzung drehte sich die Tacheles-Runde der Monzinger FWG. Der Vorsitzende Peter Herrmann hatte ein Wegeleitsystem im Ort angeregt. Dies war jedoch von Bürgermeister Norbert Alt aus Kostengründen abgewiesen worden.
"Leider Gottes hat unser Bürgermeister unsere Anträge nur als Anfragen beantwortet", beschwerte sich Herrmann. Nach der neuen Geschäftsordnung müssten Anträge jedoch in die Tagesordnung übernommen werden, weshalb man die Anträge erneut einreichen werde, so Herrmann.
Auch sein Antrag zur Einrichtung einer Seniorengruppe habe zu wenig Beachtung gefunden. Diese könnte sich beispielsweise um das Wegeleitsystem kümmern oder auch am Leerstandskataster mitwirken, den die FWG in einem dritten Antrag angeregt hatte. "Manche Sachen werfen schon ein paar Fragezeichen in den Raum", äußerte sich Herrmann zur Verfahrensweise mit den Anträgen.
Arbeiten am Kirchvorplatz
Auch über die Bauarbeiten am Kirchvorplatz tauschte man sich aus. "Da kann doch nicht nach einem Plan von vor 30 Jahren geschaut werden", merkte Petra Berger an. Der Plan sollte ihrer Meinung nach so sein, dass die Stromversorgung an verschiedenen Stellen gewährleistet sei und keine Gefahr von herumliegenden Kabeln ausgehe, beispielsweise dann, wenn der Weihnachtsmarkt dorthin verlegt würde.
Werner Hexamer sah dies anders. Strom an einem Platz reiche aus, befand er. "Eine optimale Versorgung muss ich haben, wenn ich hier alle drei oder vier Tage ein Fest habe, aber nicht, wenn ich das zweimal im Jahr habe."
Haushaltsplan
Auch über den Haushaltsplan sprach man in der FWG-Runde. Der Plan sei "geprägt von der wirtschaftlichen Situation generell", fasste Herrmann zusammen. Kritik ging aus der Runde dahingehend, dass den Kommunen verschiedene Kosten übergestülpt würden. So etwa Maßnahmen wie einen täglichen Apfel für die Schüler oder den beitragsfreien Kindergartenplatz ab drei Jahren.

