Seniorentruppe und Leitsystem
26.02.2010 - MONZINGEN
GEMEINDERAT Monzingen legt Anträge von FDP und FWG erst mal auf Eis
(mp). Zum Abschluss des öffentlichen Teils der Gemeinderatssitzung gab Bürgermeister Norbert Alt (SPD) mehrere Anträge der örtlichen FWG und der FDP bekannt. Ein Antrag des FWG-Vorsitzenden Peter Herrmann befasste sich mit der Vorbereitung eines Wegeleitsystems. Herrmann bezog sich dabei auf Arbeitskreise der Dorferneuerung. Bei der Diskussion um diesen Antrag machte Bürgermeister Alt deutlich, dass ein Wegeleitsystem nicht unter 8000 Euro zu haben sei. Mit Hinweis auf die Haushaltslage erklärte Alt, dass in den kommenden Jahren "kleine Brötchen" gebacken werden müssten.
Das wollte Jürgen Reinhard (FDP) so nicht akzeptieren. Er wies darauf hin, dass der Monzinger Verkehrsverein für ein Wegeleitsystem ebenfalls tätig werden möchte. Reinhard konnte sich vorstellen, dass ein Leitsystem für 8000 Euro wohl edle Schilder aus Aluminium beinhalte, aber es könnte ja auch einfacher sein, etwa mit Holzschildern. Eine Abstimmung oder Entscheidung über das weitere Vorgehen erfolgte nicht.
Ein weiterer Antrag der FWG befasste sich mit der Gründung einer unpolitischen Gruppe "Monzinger Senioren". In anderen Orten hätten Rentner ja mit Projekten bereits viel für die Allgemeinheit geleistet, meint Herrmann. Die FWG könnte sich vorstellen, dass auch in Monzingen eine Senioren-Gruppe Projekte in Angriff nimmt, die aus den verschiedensten Gründen von der Gemeinde selbst nicht geleistet werden könnten. Als Beispiel für ein Projekt könnte Herrmann sich das Wegeleitsystem vorstellen. Eine Arbeitsgruppe sollte dazu gebildet werden, doch wurden im Rat noch keine Verantwortlichen benannt.
Mit einem dritten Antrag hat die FWG erneut ein heißes Eisen angepackt, nämlich ein Leerstandskataster Dazu sollten alle Gebäude im alten Ortskern erfasst werden, deren Besitzer ausfindig und die derzeitige Nutzung, aber vor allem auch die zukünftige Nutzungsabsichten für die Gebäude dokumentiert werden. Die Erfassung könnte daher von der Verwaltung in Viertel oder Straßen des Altstadtbereichs aufgeteilt, an die Fraktionen gegeben werden und damit daraus ein Gemeinschaftsprojekt werden, das die Zusammenarbeit und die Gemeinschaft fördert.
Reinhard (FDP) wurde von Bürgern angesprochen, die in sanierten Straßen die Grenzsteine vermissen. Sie verlangen eine Einmessung und die Wiederaufstellung der Grenzsteine. Dabei war in der Diskussion unklar, inwieweit Baufirmen noch für die Einmessung heran gezogen werden können. Jürgen Disselhoff (SPD) wird beim Katasteramt abklären und prüfen, welche Kosten mit einer Einmessung verbunden wären.
Die FDP hatte weiter beantragt, für Reparaturmaßnahmen an Feldwegen 5000 Euro in den Haushalt 2010 einzustellen. Der Bürgermeister konnte mitteilen, dass bereits 7000 Euro dafür vorgesehen sind.
Mit einem weiteren Antrag forderte die FDP die schnellstmögliche Einberufung des Wald- und Wegeausschuss. Die Begründung dafür, einzelne Wege seien nur noch nach Freischneidemaßnahmen befahrbar. Das Freischneiden der Feldwege müsse vor Beginn der Vegetationsperiode abgeschlossen sein. Dirk Ackva (FDP) kann sich vorstellen, dass Monzinger Winzer oder Landwirte das Freischneiden von Wegen übernehmen.

