Mit Urlaub nichts zu tun
10.02.2012 - LAUSCHIED
Von Frederick Fisher
DSDS Lauschieder Kandidatin fiebert dem nächsten Auftritt entgegen
Sie hat es geschafft: Auf den Malediven gehört Isabell Kessel aus Lauschied nicht zu denjenigen Kandidaten, die es, um es mit den Worten eines Kandidaten zu beschreiben, „verkackt” haben. Kessel legte am Mittwochabend in der RTL-Castinshow „Deutschland sucht den Superstar“ (DSDS) einen souveränen Auftritt hin. Poptitan Dieter Bohlen fand die Leistung „ok”. Im zweiten Anlauf hingegen verpatzte Isabell ihren Auftritt. Gemeinsam mit Luisa Rowe und Ursula James nahm die Lauschiederin drei Mal Anlauf zu einem Song, bevor die Jury die drei Sängerinnen in eine Denkpause schickte. Bei Luisa führte dies zu Tränen, während Isabell Kessel sich selbst treu blieb. Kessel nahm ohnehin „just for fun” an dem Casting teil, hätte nie geglaubt, überhaupt so weit zu kommen. Als die Jury aber verkündete, dass sie mit auf die Malediven darf, „hat mich der Ehrgeiz gepackt, das Ding zu rocken”.
Dass dies aber bei aller Liebe zur Musik kein Pappenstiel wird, wurde Kessel kurz nach der Ankunft auf der Trauminsel bewusst: „Mit Urlaub hatte das nicht viel zu tun.“ Über Nacht mussten Song und Choreografie einstudiert werden. Kessel hatte keine Nacht mehr als drei Stunden Schlaf. Konzentrationsschwäche war die Folge: „Es fiel schwer, sich noch den Text zu merken.“
Entsprechend bewertet die 26jährige Kauffrau für Groß- und Außenhandel heute die Show und das Fernsehen mit ganz anderen Augen. Sie ist sich sicher, dass ganz vieles an der Sendung schlicht und ergreifend Show ist und zuletzt irgendwie passend zusammengeschnitten wird. Sie bewertet ihre Rolle dort schon jetzt als „nicht kommerziell genug”, und „wenn man nicht in das Format der Show passt, wird es schwer, sich dort beweisen zu können“. Kessel glaubt, dass es bei DSDS ein festes Muster gibt. Die Sendung lebe von 14- bis 16-jährigen Mädchen als Zuschauern, „die sich die Bravo kaufen. Nicht ohne Grund gewannen bis jetzt hauptsächlich Jungs”.
Entsprechend wird Kessels dritter Anlauf, erwartet sie selbst, zum Drahtseilakt. Ausgestrahlt wird am Samstag. Doch die Lauschiedern ist sicher: „Ich muss sagen, dass es für mich eine Erfahrung ist, die mir viel bringt. Auf meiner Facebook-Seite und im Alltag habe ich viele positive Reaktionen bekommen. Das hat mich sehr gefreut. Ich hätte niemals mit einer solchen Resonanz gerechnet.“

