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Bärweiler 

Ein Computerkurs gehört in Bärweiler zum Angebot der Gemeinde vor allem für die älteren Mitbürger

04.02.2012 - BÄRWEILER

Von Wilhelm Meyer

GRUNDVERSORGUNG Ein Computerkurs gehört in Bärweiler zum Angebot vor allem für die älteren Mitbürger

Auch das gehört in den Rahmen des Projekts „Grundversorgung mit Waren und Dienstleistungen“ der Gemeinde Bärweiler: eine Computerschulung. So hieß es auf Bärweilers Homepage, „Einladung zur ersten Schulstunde“, denn in der alten Schule befindet sich der neu eingerichtete Computerraum der Gemeinde - ein weiteres Beispiel für Erfindungsgeist, Organisationstalent und selbstverständlich ehrenamtliches Engagement.

Für viele war es die erste Stunde mit einem PC

Für viele der 20 Teilnehmer, die sich angemeldet hatten, war das tatsächlich ihre erste Schulstunde im Umgang mit dem PC. Mit der Einladung über die Homepage hätte man die gar nicht erreichen können, erzählt Ortsbürgermeister Hans Gehm. „Die gucken da gar nicht rein“, bislang wenigstens.

Das aber soll anders werden, denn die Homepage gehört zum Projekt-Konzept der Gemeinde. Vor allem die Nutzung des „Schwarzen Brettes“ lässt noch zu wünschen übrig. Auch die Infos, mit denen die Teilnehmer später auf dem Laufenden gehalten werden sollen, werden die „Lehrer“ Jörg Theobald, Werner Herzog und Stefan Hill selbstverständlich über den PC versenden. Bürgermeister, Beigeordnete und Ratsmitglieder sind ebenfalls über die Ortsseite per Mail mit einem Klick zu erreichen.

Das „Kommunikationsmittel Internet“ sollten die Bärweilerer schon auch beherrschen, meint Gehm, und denkt besonders an die Älteren.

Geselligkeit nicht aus dem Dorf vertreiben

Freilich will Bärweilers Bürgermeister Kontakt und Geselligkeit nicht mit Computern aus dem Dorf vertreiben. Der PC soll eine zusätzliche Möglichkeit zur Kommunikation bieten, keinesfalls vorhandene ersetzen, ist Gehms Vorstellung. So ging es beim ersten Treffen auch gleich ganz gesellig zu. „Schultüten“ mit Getränken und Knabbereien zum Eigengebrauch und zur Weitergabe an die Nachbarteilnehmer waren ausdrücklich erlaubt.

Dann ging es erst einmal ums Grundlegende. Dazu wurde der Rechner aufgemacht, damit man auch weiß, wie es darin aussieht. Schließlich hieß die erste Frage: Was ist ein Computer? Gleich anschließend ging es darum: „Was kann er?“ „Wie funktioniert er?“ und schließlich „Was tue ich, wenn nicht?“ Auch dabei stehen die Bärweiler PC-Experten ihren „Schülern“ zur Seite. „Die kennen sich nämlich wirklich bestens aus, in Hardware und Software“, zeigt sich berechtigter Stolz in Gehms Stimme.

Ebenso ging es darum, zu sehen, wer schon über welche Vorkenntnisse verfügt. Denn die Schulungen werden in Zukunft in vier unterschiedlichen Gruppen ablaufen. Sechs Bildschirmplätze stehen im Schulhaus zur Verfügung. Einer für den Lehrer und fünf für die Schüler. So können vier Kurse auf dem jeweiligen Niveau der Teilnehmer angeboten werden.

Schon am 6. Februar geht es mit dem Anfängerkurs los. Da heißt es „Ran an den Rechner, an Maus und Tastatur“. Die Gruppen zwei und drei folgen am 9. und 10. Februar, immer jeweils um 19.30 Uhr. Die weiter Fortgeschrittenen werden ihren Termin noch vereinbaren. Probleme und Fragen aber können auch nebenher schon gestellt und diskutiert werden. Am Besten gleich über den Rechner.

Auch wie es im Inneren eines Computers ausschaut, konnten die Teilnehmer des Kurses von Werner Herzog, stehend neben Bürgermeister Hans Gehm (links), beim ersten PC-Schulungstermin in Bärweiler erfahren.	Foto: privat

Auch wie es im Inneren eines Computers ausschaut, konnten die Teilnehmer des Kurses von Werner Herzog, stehend neben Bürgermeister Hans Gehm (links), beim ersten PC-Schulungstermin in Bärweiler erfahren. Foto: privatVergrößern

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