Traisen muss Kosten für Renovierung des Bauhofes auf weitere zwei bis drei Jahre verteilen
18.02.2012 - TRAISEN
Von Beate Vogt-Gladigau
Schon vor zwei Jahren war Start für die Renovierung des Traiser Bauhofes neben dem Rathaus. Dies war auch vor dem Hintergrund der Verkehrssicherheit dringend notwendig, denn Dach und Holzkonstruktion waren in schlechtem Zustand. Der Abschluss von Sanierung und Instandsetzung der Scheune und des Außenbereichs wird sich wegen der hohen Kosten aber noch zwei bis drei Jahre hinziehen und erfolgt in mehreren Schritten. In seiner jüngsten Sitzung schloss sich der Gemeinderat Traisen der Empfehlung des Hauptausschusses an, eine Kombination aus zwei Varianten zu wählen, die das Bauamt ausgearbeitet hatte. So stimmten die Ratsmitglieder zwar der preiswerteren Alternative von 16 500 Euro bei einer offenen Bauweise - gegenüber der geschlossenen mit kalkulierten Kosten von 24 500 Euro - zu, aber innerhalb der Remise soll ein Werkstattbereich abgetrennt werden, der auch beheizbar ist.
In einem weiteren Schritt werden dann die Hofanlage und der Fußboden im Innenbereich auf Vordermann gebracht (rund 7 400 Euro). Die Abrissarbeiten des Daches und der Betonfläche im Hof, einschließlich Entsorgung und Anschluss der Entwässerungsleitungen an das Abwassernetz können von der Gemeinde ausgeführt werden und wurden in der Ermittlung der Kosten nicht berücksichtigt. Der Rat ermächtigte Ortsbürgermeister Martin Kress und seine Beigeordneten, die Aufträge zu vergeben.
Ebenso einig wie bei der Renovierung des Bauhofs war sich der Rat auch beim Thema „Anhebung der Friedhofsgebühren“. Einstimmig sagte er „Nein“ zu einer Erhöhung, die außerdem zum Teil um mehr als 400 Prozent steigen müsste, damit dieser Bereich kostenmäßig gedeckelt ist. Sukzessiv und verteilt auf mehrere Jahre könnte sich der Rat dies vorstellen, aber nicht auf einen Schlag. Kress betonte, dass die Gemeinde schon 2010 die Gebühren im Friedhofswesen erhöht hatte und die Bürgerinnen und Bürger nicht jetzt schon wieder zur Kasse bitten möchte. Hinzu kam, dass das Defizit für 2011 nur 3 900 Euro betrug, unterstrich Ratsmitglied Wilfried Müller. Die hohen Fehlbeträge von 2009 (4 560 Euro) und 2010 (knapp 12 000 Euro) fielen durch die Anschaffung eines Containers und einen neuen Aufgang an.
Mehr als 18 Jahre hatte Elke Bruch als Reinigungskraft für die Gemeinde gearbeitet. Jetzt ging sie in den wohlverdienten Ruhestand - nicht ohne ein schönes Blumenarrangement mit nach Hause zu nehmen, mit dem ihr Ortsbürgermeister Kress in der Sitzung „Danke“ für ihr Engagement sagte.

