Schatzsucher irren im Wald umher
12.10.2011 - HALLGARTEN
Von Beate Vogt-Gladigau
GEOCACHING Ferienkinder auf den Spuren von Sissi und den Zeugnissen einer Hochkultur
Geocaching ist zu einer „Rundumbewegung“ für „Schatzsucher“ geworden, die auf wunderbaren Routen durch die Landschaft streifen möchten und dabei per GPS (Global Positioning System)-Empfänger die Caches (Verstecke) an oft ungewöhnlichen Plätzen suchen und Rätsel lösen, um ans Ziel zu gelangen. Über ein Dutzend junger Menschen aus der Verbandsgemeinde Bad Münster am Stein, aber auch aus Hüffelsheim und Winzenheim haben jetzt beim Ferienprogramm der kommunalen Jugendpflege ein solches Erlebnis genossen. Auch wenn das Ziel nicht erreicht wurde: Der Weg dahin war schon aufregend genug.
Start war Hallgarten, wo Jugendpfleger Adrian Kroll mit Unterstützung von Praktikantin Alisha Reinhard und Karolin Haverkamp vom Jugendtreff Hallgarten zwei GPS-Touren anbieten konnte. Einige der Mädchen und Jungen machten sich auf die Suche bei der Tour „Sissi, Schicksalsjahre einer Cacherin“, scheiterten aber an „Scotty’s Hütte“, einem älteren Gebäude zwischen Feilbingert und Hallgarten. Grund: Im Wald funktionieren die GPS-Geräte, die Koordinaten anzeigen, zum Teil nicht. Eine Lösung wäre es gewesen, den Wald in diesem Fall zu umgehen.
Die anderen abenteuerlustigen Schatzsucher hatten sich zum Thema „Zeugnis einer Hochkultur“ auf den Weg zur Burg Montfort gemacht. Die Hinweise waren aber auch codiert worden und in der Kürze der Zeit nicht zu entschlüsseln. Frustriert war die lebhafte Schar trotzdem nicht, denn einer der Beweggründe dieser modernen Schnitzeljagd ist es auch, die Gegend kennen zu lernen.
Die Routen hatte Kroll aus dem Internet (www.geocaching.de), wo sie nach Regionen und Themen geordnet zu finden sind. Mit einer kleineren Gruppe möchte Kroll eine Ebernburg-Cache-Route selber legen und hat schon die Koordinaten für Verstecke festgelegt. Auch Kurzbeschreibungen von Sehenswürdigkeiten werden Teil dieser Route sein, die dann ebenfalls auf der Webseite zu finden ist.
Kroll hofft, dass die angelegten Caches auch bleiben, denn man findet in ihnen Gegenstände und muss sie gegen andere tauschen. Ganz schön spannend, wie sich dann der Inhalt im Laufe der Zeit verändert. So haben die Geocacher, die in Hallgarten starteten, beispielsweise Murmeln und einen Radiergummi gegen einen Spielfilm und ein Büchlein getauscht, in dem sich die jeweiligen fündigen Schatzsucher verewigen können.

