Lösung heißt „VG Fassenacht“
20.02.2012 - FEILBINGERT
Von Beate Vogt-Gladigau
SITZUNG Beim Feilbingerter Sportverein wird selbst Verwaltungsreform närrisch abgehandelt
Als richtig zünftige Dorffassenacht war die Sitzung des Sportvereins Feilbingert wieder gestaltet und begeisterte diejenigen, die noch Platz gefunden hatten „in der geschmückten Arena“. So bezeichnete Moderator Dennis Hahn humorvoll das Vereinsheim der Sportler. Trotz beengtem Platz und Hüttencharakter demonstrierten sowohl die Kleine Garde als auch „Magic Fire“ Schwung und Elan auf dem ungewohnt kleinen Parkett.
Schlagfertiger Fastnachtsnörgler
Eine ganze Reihe von Vorträgen huldigten der zuendegehenden fünften Jahreszeit, wobei sich Daniel Strehl als schlagfertiger Fastnachtsnörgler und „Next Generation“ in der Bütt empfahl. „Auf einen Schlag wer’n alle dämlich, denn das befiehlt das Datum nämlich!“ Zu den Nachwuchsaktiven gehörte auch Marius Domann in der Bütt. Ein Urgestein der Feilbingerter Fastnacht hingegen ist Berthold Hahn, der über das Früher und das Heute nachgedacht hatte. „Früher hatte die Leut viel Kinner un im Stall han gestand sieben Rinder. Awer nur bei de reiche Bauere, wie mer wääs. Die arme Leut, die hatten e Gääs.“ Auch für die Darstellung eines „Badesamstags“ erntete Berthold Hahn viele Lacher.
Viel Applaus erhielten auch der frühere FKK-Präsident Hans-Georg Kapp und der amtierende FKK-Sitzungspräsident Artur Saam mit ihrem witzigen Zwiegespräch als Gemeindearbeiter. Wie immer kam Ottmar Noll als Heinz Becker dem Original auf Tuchfühlung nahe. Werner Patzsch, im wirklichen Leben schon Herr über Tiegel und Pfannen in der „Krone“, präsentierte sich in der Bütt als „Meister seines Faches“ und stimmte außerdem mit Monika Hahn mitreißende Lieder zum Mitsingen an.
„Geisterreiter“ der Verwaltungsreform
Gesang war auch das Markenzeichen der „Silberseepiraten“, die nicht nur ein Medley von Cowboy- und Indianer-Songs im Gepäck hatten, sondern nach der umgetexteten Melodie des Ohrwurms „Geisterreiter“ auch die Verwaltungsreform und das damit verbundene Chaos auf die Schippe nahmen.
„Angerührt“ hatten die „großen Häuptlinge in Mainz“ diese Reform. Große Konfusion herrscht, da jetzt jede Gemeinde in eine andere Richtung driftet. Nur der Nachbar Helljert sei untergebracht: „Die han ich gestern Mittag an die Kirch verpacht. Yippie ey je ...“ Und für den Rest wird die „VG-Fassenacht“ gegründet, mit Till Eulenspiegel im Ortsschild. Hoch schlugen die Stimmungswogen auch, als Bernhard Korz in Frauenkleidern einen „Cowboy als Mann“ suchte, fand und wusste: „An Aschermittwoch ist alles vorbei!“

