Ein guter „Boxer“ steigt aus dem Bad Münsterer Ring
28.01.2012 - BAD MÜNSTER AM STEIN-EBERNBURG
Von Beate Vogt-Gladigau
PARACELSUS-KLINIKEN Wechsel an der Verwaltungsspitze
Klaus Kurre, bis Ende Januar Verwaltungsdirektor der Paracelsus-Kliniken in Bad Münster am Stein-Ebernburg, wechselt als Verwaltungsdirektor an den Klinikverbund Viktoriastift in Bad Kreuznach und dessen Schwesterklinik Charlottenhall in Bad Salzungen (Thüringen). Beides sind Einrichtungen zur Rehabilitation und Vorsorge für Kinder und Jugendliche.
„Herr Kurre hatte als Verwaltungsdirektor in den vergangenen Jahren an jedem Tag Entscheidungen zu treffen. Und diese Entscheidungen hat er souverän und stets mit Weitsicht getroffen“, dankte Frank Alemany, Geschäftsführer von Paracelsus Deutschland GmbH (Osnabrück), Kurre bei der offiziellen Verabschiedung. Den Unternehmenswechsel von Kurre bewertete Alemany als „mutig, aber nachvollziehbar“. Statt wie bisher für 104 Mitarbeiter trägt Kurre nun Verantwortung für fast 300 Köpfe an den Standorten Bad Kreuznach und Bad Salzungen.
Kurre hatte vor sieben Jahren das Ruder in der Kurstadt übernommen und nach zahlreichen Wechseln an der Verwaltungsspitze wieder für Konstanz gesorgt, betonte Chefarzt Dr. Torsten Lühr. Wie die AZ bereits berichtete, steht jetzt Simon Vieten am Steuerrad der beiden Münsterer Kliniken.
Diese haben ebenfalls einen Wechsel hinter sich: Die Mutter-Vater-Kind-Reha ist Geschichte. Beide Häuser am Standort BME konzentrieren sich auf den größten Fachbereich innerhalb des Reha-Marktes, auf die Orthopädie. „Ich bin fest überzeugt, dass der Standort eine Zukunft hat“, zeigte sich Kurre zuversichtlich.
Der Dank Kurres galt der Unterstützung und dem Engagement der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, auch wenn es Momente gegeben hätte, wo sie sich mit Entscheidungen nicht einverstanden erklärten, machte Kurre kein Hehl aus schwierigen Situationen. Bedingt waren sie auch durch die Umstrukturierung der Häuser zum 1. Oktober. Das Feld sei nun bestellt, aber die Saat müsse noch aufgehen, um zu ernten, spielte Kurre auf das Ziel an, die 240 Betten auch belegen zu können. Dr. Lühr wählte das Bild eines Boxkampfes. Durch die Indikationsänderung seien alle erst einmal in die Knie gegangen. Ein guter Kämpfer stehe aber wieder auf. Klaus Kurre hätte dies durch seinen Einsatz geschafft. „Glück für die nächste Runde“, gab er Kurre mit auf den Weg.

