Damit Verkehr reibungslos fließt
26.01.2012 - PLEITERSHEIM
Von Jens Fink
GEMEINDERAT Pleitersheim vergibt Straßenräumung an örtliches Unternehmen
Über eine Reihe von notwendigen Ausgaben hat der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung beraten.
Nachdem im vergangenen Winter die meisten Bürger ihrer Streupflicht nicht nachgekommen seien, hätten die Busse nicht mehr überall durch den Ort fahren können. In der Folge hätten sich Busfahrer geweigert, Pleitersheim anzufahren und ihre Fahrgäste stattdessen in Volxheim ausgeladen, erläuterte Ortsbürgermeister Rudi Graffe. Um künftig einen reibungslosen Busverkehr zu gewährleisten, hatte die Gemeindespitze ein örtliches Unternehmen beauftragt, in diesem Winter die Straßen zu räumen und zu streuen und dafür eine Pauschale von 1400 Euro ausgehandelt. Der Rat stimmte diesem Vertrag sowie den überplanmäßigen Ausgaben formell zu.
Für den nur noch bedingt nutzbaren Herd im Bürgerhaus wird ein neuer Herd im Wert von 2 748 Euro angeschafft. Ebenso beschloss der Rat, vier neue Klapptische für das Bürgerhaus im Wert von 1 500 Euro anzuschaffen. Als Ersatz für vier auf dem Friedhof gefällte Bäume sollen jetzt vier Linden neu gepflanzt werden. Der Rat vergab den Auftrag im Umfang von 314 Euro plus Transportkosten an ein Unternehmen aus Obermoschel. Den Auftrag für notwendige Baumpflegemaßnahmen in Höhe von rund 2 000 Euro vergab der Rat an eine Firma aus Eckelsheim.
Im Zuge notwendiger Sanierungsmaßnahmen am Bürgerhaus soll zunächst der Keller frei- und trockengelegt werden, informierte Graffe. Diese Maßnahme soll noch in diesem Jahr abgeschlossen werden.
Der Karlsbach sei zwischen Volxheim und Pleitersheim ausgebaggert und gesäubert worden. Bei diesem Gewässer dritter Ordnung sei hierfür die Verbandsgemeinde zuständig, informierte Graffe auf Anfrage der CDU. Vor der Ortslage seien die Arbeiten nach seinen Informationen aus Geldmangel dann eingestellt worden. Dies konnte Mathias Gröhl (CDU) nicht nachvollziehen. Im Sinne eines wirksamen Hochwasser-Schutzes wäre es doch sinnvoller gewesen, den Karlsbach im Außenbereich natürlich zu belassen, damit das Wasser dort in die Breite fließen könne und stattdessen den Bach in der Ortslage auszubaggern, damit hier das Wasser besser abfließen könne, meinte Gröhl.
Einhellig beschloss der Rat den für die Neuvergabe der Stromkonzession erarbeiteten Kriterienkatalog, den die Gemeinde zusammen mit der VG-Verwaltung ausgearbeitet hatte. Hierin sind Kriterien wie Erfahrung mit dem Netzbau oder etwa die Höhe der Konzessionsabgabe festgelegt, die letztlich darüber Aufschluss geben sollen, welches der vier sich bewerbenden Energieunternehmen ab 2013 die Konzession erhalten soll.

