Die Tür in die Zukunft aufgestoßen
07.09.2010 - PFAFFEN-SCHWABENHEIM
Von Jens Fink
SOLARANLAGE Pfaffen-Schwabenheim schon jetzt von Rentabilität der Photovoltaik-Anlage überzeugt
„Diese Anlage wird uns über lange Jahre Freude bereiten und gleichermaßen zur Verbesserung der Umwelt und der Gemeindefinanzen beitragen.“ Optimistische Worte fand Ortsbürgermeister Hans-Peter Haas bei der Einweihung der neuen Photovoltaikanlage auf dem Dach des Gemeinschaftshauses.
Nachdem der Gemeindrat im Oktober vergangenen Jahres beschlossen hatte, eine Solaranlage auf dem Dach des Dorfgemeinschaftshauses zu installierten, ging die 346 000 Euro teure Anlage bereits im Dezember 2009 ans Netz. Die 390 Solar-Module chinesischer Bauart liefern jeweils eine Leistung von 230 Watt. Bei der Rentabilitätsrechnung sei ein Ertrag von 800 Kilowatt (KW) pro KW/peak zugrunde gelegt worden, informierte Haas. Trotz des langen Winters wurden bereits 70 000 KW erwirtschaftet, was einem Ertrag von 30 000 Euro entspreche, informierte Haas. „Für das Gesamtjahr haben wir einen Ertrag von 75 000 KW zugrunde gelegt und für das laufende Jahr erhalten wir Abschläge von 32 500 Euro als Einspeisevergütung von den Bad Kreuznacher Stadtwerken.“ Rechnerisch versorgt die Anlage zwanzig Haushalte mit Strom. Finanziert wird das Projekt über Kredite der KfW bei einem Zinssatz von 1,37 Prozent, wobei die beiden ersten Jahre für die Gemeinde sogar zinsfrei sind.
„Mit dieser Photovoltaik-Anlage, die sich vom ersten Tag an rentierte, werden wir dauerhaft Gewinn erwirtschaften“, betonte Haas. Damit stelle die Anlage ein in die Zukunft weisendes Projekt dar, das Kohlendioxyd reduziere, die Umwelt schone und gleichzeitig Geld in die Gemeindekasse spüle.
Die Ortsgemeinde habe „die Tür zum Zeitalter der Regenerativen Energien weit aufgestoßen“, wertete der Erste Beigeordnete der Verbandsgemeinde, Volker Lorenz. Er würdigte die „Vorreiter-Rolle“, welche die Gemeinde hier übernehme, „denn an einer umfangreichen Nutzung umweltfreundlicher Energieformen geht kein Weg vorbei.“ Solche Projekte erregten zudem die Aufmerksamkeit aller Nachbarn und fänden letztlich viele Nachahmer. Lorenz informierte, dass auch alle im Bereich der VG befindlichen Feuerwehr-Gebäude mit ähnlichen Photovoltaikanlagen ausgestattet werden sollen.

