„Nahe Sieben“ auf neuen Wegen
26.01.2012 - HACKENHEIM
Von Christine Jäckel
KOOPERATION Jungwinzer legen einen umfangreichen Terminkalender vor
Sie verstehen sich als Botschafter des Naheweins und sie gehen dabei auch gerne mal neue Wege - die „Nahe Sieben“ sind mit Veranstaltungen wie „Winebeats“ inzwischen über die Region hinaus ein Begriff geworden. Die sieben jungen Winzer, die sich zum Teil durch ihre Ausbildung, zum Teil als Nachbarn im Weinberg kennen, fanden sich 2006 zu einer Interessensgemeinschaft zusammen.
Ihr Terminkalender beginnt in diesem Jahr mit einer Veranstaltung bei einem der Mitglieder, bei Thomas Funck in Waldböckelheim. Am 28. Januar lädt das Weingut Funck-Schowalter ab 11 Uhr zur Eröffnung seiner neuen Vinothek in Waldböckelheim in der Schneiderstraße ein.
Qualitätsverbesserung ohne Konkurrenzdenken
Konkurrenzdenken ist den sieben jungen Winzern fremd, deshalb haben sie auch kein Problem damit für die Einladung von Familie Funck-Schowalter zu werben. Sie treffen sich regelmäßig, um ihre Weine gegenseitig zu probieren, dabei wird der fachliche Austausch als Ansporn zur weiteren Qualitätsverbesserung genommen. Das Freundschaftsbündnis hat sich zum Ziel gesetzt, das Weinanbaugebiet bekannter zu machen und dafür zieht man an einem Strang.
So auch bei der Verkostung von Weinen der Nahe Sieben am 29. Januar in der Frankfurter Vinothek WeinBächer. „In der Gruppe fallen auch viele Dinge leichter,“ unterstreicht Alexander Wallhäuser die positiven Effekte.
Mit „Hermannshöhle meets Nahe Sieben“ am 25. Februar kündigt sich ein kulinarisch-vinologisches Gipfeltreffen der genussreichen Art an. In Kooperation mit dem renommierten Restaurant bei Niederhausen an der Nahe wird den Gästen ein Vier-Gänge-Menü mit sieben Weinen der Jungwinzergruppe geboten, darunter als Besonderheit eine Fassweinprobe. „Wir sind ja mit unseren Lagen praktisch über das ganze Anbaugebiet verteilt und jeder Winzer hat seinen eigenen Stil und sein Rebsortenspektrum,“ umreißt Marcus Hees aus Auen die Vielfalt, die die Weinfreunde dabei erwartet.
Am 6. März empfangen die Nahe Sieben eine „königliche“ Delegation: die deutsche Weinkönigin Annika Strebl reist von der Fachmesse ProWein in Düsseldorf mit einer internationalen Gruppe von Weinjournalisten an. Dabei stehen sowohl das Anbaugebiet als auch die Weine der Jungwinzer im Blickpunkt.
Die vierte Auflage der Winebeats auf dem Bonnheimer Hof steigt am 21. April, die Nahe Sieben laden dann wieder zur Jahrgangsverkostung und Weinparty mit DJ Markus Bauer aus Mainz ein. Dafür gilt es, sich rechtzeitig Karten zu sichern, denn die ungezwungene Atmosphäre und die schöne Umgebung haben die Winebeats zu einem Publikumsrenner gemacht.
Eine Premiere wird die Nahewein-Präsentation der Gruppe in Polen. Einige Mitglieder der Nahe Sieben begleiten eine Delegation des Landkreises mit Landrat Franz-Josef Diel zum Freundschaftsbesuch im polnischen Partnerkreis Szczytno und stellen dabei die Weine des Anbaugebiets einem Kreis von Verbrauchern und Gastronomen vor.
Zum vierten Mal in Folge sind die Nahe Sieben mit einem Weinstand beim Rheinland-Pfalz-Tag vertreten, der in diesem Jahr in der Rotweinstadt Ingelheim vom 1. bis 3. Juni stattfindet.
Und dann stehen noch zwei Heimspiele auf dem Terminplan: die Jungwinzergruppe ist wieder im Naheweinzelt auf dem Kreuznacher Jahrmarkt vom 17. bis 21. August präsent. Back to the roots, zu deutsch zurück zu den Wurzeln, heißt es beim Fischerstechen vom 7. bis 9. September auf der Nahe in Bad Kreuznach, denn hier hat die Geschichte der sieben Freunde Thomas Funck, Alexander Wallhäuser, Stephan Barth, Johannes Schild, Marcus Hees, Ulrich Lorenz und Florian Lunkenheimer begonnen. Als erste gemeinsame Aktion stellten die Nahe Sieben vor einigen Jahren eine Fischerstecher-Mannschaft für Weinland Nahe. Nach dem Motto „Dabei sein ist alles“ präsentiert das Winzerteam auch in diesem Jahr wieder seine Weine und tritt zum Wettbewerb an.

