Montag, 13. Februar 2012 04:24 Uhr
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Allgemeine Zeitung

Stadt Bad Kreuznach 

Ehrenamt zwischen Angebot und Nachfrage

17.05.2010 - BAD KREUZNACH

Von Marieke Jörg

AKTIONSTAG Jedes Alter ist angesprochen / Zusammenarbeit mit Bürgern besonders wichtig



Anlässlich des Tages der Familie hatte die Ehrenamtsbörse und das Familienbündnis Ehrenamtliche und alle, die Angebote deren Angebote nutzen möchten, eingeladen „Man muss kein Problem haben, um unsere Angebote wahrzunehmen“, betonten alle, die sich zur Präsentation ihrer Projekte im Café Kleeblatt des Mehrgenerationenhauses eingefunden hatten. Bürgermeisterin Martina Hassel zeigte den besonderen Stellenwert generationsübergreifender Angebote auf Gerade ein Mehrgenerationenhaus habe den Anspruch, Gemeinschaft zu stärken und könne gegenseitige Unterstützung bieten.

Dies ist auch das Anliegen der ehrenamtlich Tätigen, die wie Thomas Hess alte Menschen in Senioreneinrichtungen besuchen, um mit ihnen Zeit zu verbringen, oder wie Irene Otto, die in einer Malwerkstatt ein kreatives Angebot unterstützt. „Schenken Sie etwas Zeit“ ist auch das Motto des DRK-Kreisverbandes, der einen Besuchsdienst eingerichtet hat. Wie Organisatorin Gudrun Brosche unterstrich, gehe es darum, mit alten Menschen in besonderen Lebenssituationen den Alltag zu gestalten. Für die sieben Ehrenamtlichen gebe es bereits über 20 Nachfragen, was den Bedarf an weiteren Freiwilligen deutlich mache. Auch fleißige Café-Feen für verschiedene Treffs und Fotografierbegeisterte für Veranstaltungen würden gebraucht. Ehrenamtliche könnten sich mit jeglichem Zeitaufwand engagieren, auch wenn jemand nur an einem Tag im Monat Zeit habe, sei er herzliche willkommen, erklärten die Anwesenden.

Das Hauptanliegen sei, für jeden Topf ein Deckelchen zu finden, weswegen Schnuppertage und begleitete Erstbesuche besonders wichtig seien. Zwischen DRK und Caritas, die beide einen Besuchsdienst anbieten, herrsche gute Zusammenarbeit

Auch für junge Leute gibt es ehrenamtliche, zum Beispiel bei .„MuT“ vor. Die Mentorinnen, die Mädchen mit Migrationshintergrund beim Berufseinstieg helfen, haben das Ziel, den Mädchen den Rücken zu stärken und ihre Talente zu fördern. Mitarbeiterin Ann-Katrin Herold berichtete, dass viele der Mädchen sich durch die Arbeit der Mentorinnen bereits viel mehr zutrauten und zum Teil sogar offen das Abitur anstrebten. Ein Mentoren-Projekt für Jungen fehle noch in Bad Kreuznach, wurde im Gespräch deutlich.

„Wellcome“ hat es sich zur Aufgabe gemacht, Familien im ersten Jahr nach der Geburt zur Seite zu stehen, zum Beispiel in Form von Babysitting, wenn die Eltern einfach mal etwas Zeit für sich brauchen. Besonders bei Alleinerziehenden, jungen oder großen Familien bleibe Freizeit der Eltern oft auf der Strecke.Da könne von „Wellcome“ helfen.

Die Ehrenamtsbörse übernimmt die Koordination all dieser Projekte. So können sich Engagierte und Interessierte an diese zentrale Stelle wenden, um ihren Teil beizutragen. Auch für neue Ideen ist das Team offen und kann beispielsweise Räumlichkeiten und Kontakte zur Verfügung stellen.

Weiteres Projekt des Familienbündnisses war am Samstag der Tag der offenen Tür im Familienbüro Winzenheim. Es sei das Pilotprojekt für Familienzentren im Stadtteil, erklärte Hildegard Gemünden, städtische Gleichstellungsbeauftragte. Die Anliegen der Bürger seien dabei Leitmotiv, es gehe nicht primär um Betreuung, sondern um eine Lotsenfunktion. Dabei stehe der positive Gedanke im Fokus stehen. Niemand solle sich als sozialer Problemfall abgestempelt fühlen, nur weil er das Büro besuche.

Birgit Gröbner, Rosemarie Zurek, Mirco Kohl, Gudrun Brosche, Dagmar Weingärtner, Irene Otto, Bürgermeisterin Martina Hassel, Gleichstellungsbeauftragte Hildegard Gemünden, Ann-Katrin Herold, Brigitte Jammers, Dietmar Brosche und Thomas Hess (von links) trafen sich im Café Kleeblatt, um ihre Projekte und Beiträge bei der Ehrenamtsbörse vorzustellen. 	Foto: Marieke Jörg

Birgit Gröbner, Rosemarie Zurek, Mirco Kohl, Gudrun Brosche, Dagmar Weingärtner, Irene Otto, Bürgermeisterin Martina Hassel, Gleichstellungsbeauftragte Hildegard Gemünden, Ann-Katrin Herold, Brigitte Jammers, Dietmar Brosche und Thomas Hess (von links) trafen sich im Café Kleeblatt, um ihre Projekte und Beiträge bei der Ehrenamtsbörse vorzustellen. Foto: Marieke Jörg

KONTAKT

Ehrenamtsbörse: Dagmar Weingärtner, Bahnstraße 26, Telefon: 0671 / 83 82 8 17, E-Mail: ehrenamtsboerse@familien-kreuznach.de, www.familien-kreuznach.de

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