Original-Thora kehrt nun heim
05.06.2010 - BAD KREUZNACH
Von Isabel Mittler
TRAUM WIRD WAHR Jüdische Kultusgemeinde möchte Rolle restaurieren lassen / Zur Zeit ist sie nicht koscher
Feiertag in der jüdischen Gemeinde
Am Sonntag, 13. Juni, begeht die Jüdische Kultusgemeinde einen Feiertag. Ein Konzert und die Einweihung einer Gedenktafel an den ehemaligen Landrat Hans Schumm stehen auf dem Programm. Schumm hatte 1992 die Gelegenheit, die Thora bei einem Besuch in Jerusalem zu sehen und war mit Rabbiner Aryeh Leo Jacobs zusammengetroffen. Jacobs hatte damals gesagt: „Irgendwann wird es geschehen... die Thora wird zurückkehren.“
Die Thora, die 2002, in das neue Gotteshaus der jüdischen Gemeinde in der Alzeyer Straße (ehemalige US-Kapelle) Einzug hielt, war eine neu gekaufte. Bei der zurückgeführten Thora handelt es sich um eine Ausgabe aus dem Jahr 1861. Sie wurde, so vermutet man, von Kantor Isaak Ochs (1789 bis 1861) geschrieben. Urspünglich gab es in der alten Synagoge in der Mühlenstraße drei Thoras. Eine stammt aus dem 13. oder 14. Jahrhundert. Sie befindet sich, davon geht man aus, in Amerika. Und die jüdische Kultusgemeinde wird weiter forschen, um vielleicht auch die beiden anderen Thoras in die Nahestadt zu holen.
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