Sendemast an Winzenheimer Grundschule wird doch noch abgeschaltet
16.02.2010 - BAD KREUZNACH
Von Heidi Sturm
Der Sendemast an der Winzenheimer Grundschule erzürnt wieder die Gemüter. Laut gekündigtem Vertrag bei der Telekom hätte der Mast auf dem Gelände der Stadtwerke bereits zum 30. September vergangenen Jahres abgeschaltet werden sollen, dann – nach einer Fristverlängerung – am Jahresende. Jetzt ist das Abschaltedatum auf den 31. März verlegt worden.
Etliche Anwohner oder Eltern, deren Kinder die direkt gegenüberliegende Schule oder den zwei Häuser entfernten Kindergarten besuchen, befürchten nun, dass im März der Termin erneut verlängert wird und sich das Abschalten durch eine Zugabe nach der anderen auf unbestimmte Zeit hinaus schiebt.
Auf Anfrage der Allgemeinen Zeitung versicherte jedoch Stadtwerke-Geschäftsführer Dietmar Canis, dass der Mast am 31. März definitiv abgeschaltet wird und dass die Stadtwerke keine Verlängerung mehr gewähren. Schon jetzt habe er diesem erneuten Aufschub nur höchst ungern und mit keinem guten Gefühl zugestimmt.
"Mobilfunknetz war gefährdet"
Der Grund für die Zusage: Weil bislang der neue Mast in der Gemarkung Bretzenheim noch nicht aufgestellt werden konnte, sei laut Auskunft der Telekom das Mobilfunknetz in Winzenheim gefährdet gewesen. Tausend T-Mobile-Kunden hätten möglicherweise hier keinen Empfang mehr gehabt.
Weil per Handy auch Notrufe abgesetzt werden und gerade kürzlich ein Jogger Hilfe per Mobilfon herbei telefoniert hatte, habe er sich halt die Zusage „heraus leiern“ lassen, erklärte Canis und wirbt um Verständnis: Der Mast sei zehn Jahre im Betrieb, da mache das eine Vierteljahr auch nicht mehr allzu viel aus.
Der Stadtwerke-Geschäftsführer hat jetzt die feste Zusage, dass durch ein Provisorium bis Ende März eine Ersatzversorgung hergestellt sei. Selbst wenn dies nicht klappe, werde zu diesem Datum endgültig abgeschaltet, macht Canis klar. Mögliche Folgen lägen nicht im Verantwortungsbereich der Stadtwerke.
Mit der Verlängerung hatten übrigens weder der Oberbürgermeister noch der Ortsbeirat oder die Ortsvorsteherin etwas zu tun.

