Radler mehr in den Blick nehmen
29.08.2011 - BAD KREUZNACH
Von Heidi Sturm
AKTIONSWOCHEN Bad Kreuznacher sollen die Kilometerleistung des Vorjahres übertreffen
Die ersten 500 Kilometer beim „Stadtradeln für den Klimaschutz“ waren schon vor dem Mittagessen des ersten Aktionstags erstrampelt: Rund 30 Teilnehmer - von Knirpsen im Fahrradanhänger bis zu ambitionierten Radlern im „Profi-Outfit“ - starteten mit Oberbürgermeisterin Dr. Heike Kaster-Meurer zu einer 16 Kilometer langen Fahrradtour über den Naheweg nach Planig, am Appelbach entlang nach Bosenheim und über Planig zurück zum Kornmarkt. Die Strecke, die nach den morgendlichen Regengüssen auch an einigen „Seen“ vorbeiführte und etliche Pfützen zum Umfahren bot, hatte der Bosenheimer Ortsvorsteher Dr. Volker Hertel ausgearbeitet, der mit der Stadtchefin dann auch den Pulk anführte.
Von dem gemeinschaftlichen Auftritt in der Öffentlichkeit erhoffen sich die Initiatoren noch mehr Teilnehmer, die bei dieser Aktion mitmachen. „Wir möchten das Vorjahresergebnis toppen“, rief Kaster-Meurer den Radlern zu. Gleichzeitig will sie mit der Teilnahme der Kurstadt an dieser bundesweiten Aktion aber auch den Blick verstärkt auf die Radler und ihre Bedürfnisse sowie auf den Zustand der Radwege richten: Man benötige ein gut ausgebautes, sicheres Netz, damit noch mehr Autofahrer umsteigen und öfter den unweltfreundlichen Untersatz wählen: „Man spart Geld, schont das Klima, tut etwas für die eigene Fitness und ist in der Stadt fast genauso schnell oder teils noch schneller unterwegs“, wirbt die Stadtchefin, die selbst viel auf ihrem Drahtesel unterwegs ist.
Rund 80 bis 90 Kilometer absolviert sie dienstlich in der Woche, alleine viermal täglich zwischen zu Hause und dem Stadthaus. Die Stadtteile hatte sie bislang noch nicht erradelt, weil diese für eine Dienstfahrt dann doch zu weit entfernt oder zu hoch liegen. Eine gute Alternative sieht sie aber im E-Bike, das sie für diese dreiwöchige Aktion geliehen bekam: Das gibt beim „ganz normalen Treten“ zusätzlichen individuell dosierbaren Schub, so dass man deutlich schneller und mit viel weniger Anstrengung unterwegs sein kann. „Eine tolle Sache“, ist sie von dieser Unterstützung beeindruckt.
Bis Samstag Vormittag hatten sich bereits 35 Kreuznacher Radler für die Aktion registriert. „Anmelden kann man sich immer noch“, wirbt Aktionskoordinator Thomas W. Fischer, dass jeder Kilometer zähle - nicht nur die, für die man das Auto habe extra stehen lassen. Auch eine abendliche Radtour zum Vergnügen oder für die Fitness dürfen natürlich im Onlineradelkalender eingetragen werden. Im Vorjahr hatten 84 Kreuznacher mitgemacht und 14 314 Kilometer gesammelt.
„In diesem Jahr gewinnt die GuT,“ verkündete am Startpunkt schmunzelnd Tina Franzmann, die auch in der städtischen Radwege-AG engagiert ist: Die Mitarbeiter seien alle hoch motiviert, jeder wolle sich für ein gutes Ergebnis ins Zeug legen.
Beim Aktionstag präsentierten sich neben der städtischen Radwege AG auch die Sponsoren der Aktion mit Infoständen und Rädern zum Ausprobieren - vom Liegerad bis zum E-Bike.

