Das Hirn steht in Langenlonsheim
17.04.2010 - KREIS BAD KREUZNACH
Von Heinz-Günther Mades
NEUE Gebäude Elektronische Stellwerkszentrale kostet 11,5 Millionen Euro / Fünf Bahnhöfe zu planen
Mit der Reaktivierung der Hunsrückbahn geht nicht nur eine Modernisierung der Gleisanlagen und der Bahnübergänge einher. Auch einige Bahngebäude werden neu errichtet oder modernisiert. Zudem wird die Elektronik massiv Einzug halten. Mit hochmoderner Leit- und Sicherungstechnik soll auf der Strecke von Langenlonsheim bis Hahn der Zugverkehr gesteuert und überwacht werden.
In Stromberg, Rheinböllen, Simmern (mit zwei Bahnsteigen), Kirchberg und in Hahn werden Bahnhöfe neu gebaut. Ergänzend sollen im Umfeld dieser Stationen Verbesserungen erfolgen. Es werden Parkplätze und Park-and-ride-Anlagen geschaffen, aber auch Bushaltestellen. Da alle wichtigen Haltepunkte der Hunsrückbahn - dazu gehören Langenlonsheim und Stromberg - stündlich bedient werden, legen die Verantwortlichen von Bund, Land, Bahn und Kommunen Wert darauf, den Busverkehr auf die Zughalte abzustimmen. Hier ist allerdings noch viel Vorarbeit von den Managern des Öffentlichen Personennahverkehrs zu leisten.
Während andernorts die Pläne für die Neubauten von Bahnhöfen erst noch ausgearbeitet werden müssen, gibt es in Langenlonsheim ein funktionsfähiges Gebäude. Investitionsschwerpunkt in der Nahegemeinde wird hier die Errichtung der Zentrale eines elektronischen Stellwerks sein. 11,5 Millionen Euro sind für dieses Projekt veranschlagt. Von diesem Herzstück werden 57 Signale auf der Strecke gesteuert und überwacht. Auch die Funktechnik und die Telekommunikation werden hier gebündelt. Darüber hinaus werden von hier aus zehn Weichenheizungen bedient.
Weitere ausgelagerte, allerdings unbesetzte Stellwerksteile soll es in Guldental, Stromberg, Ellern, Simmern, Kirchberg, Büchenbeuren und Hahn geben.

