Von Michael Schuf
ENERGIE Stadt Kirn setzt auf neue LED-Lampen/Auf der Schanze geht es los
Zugeben, sie sehen etwas futuristisch aus und haben mit altbekannten Straßenlampen, beispielsweise den Klassikern in Pilzform, wenig zu tun. Dafür haben sie modernste LED-Technik, sollen Energie sparen und somit den Stadtsäckel - und letztlich den Steuerzahler - schonen. Die Rede ist vom neuen Typ der Straßenbeleuchtung, die in Kirn erstmals in der Straße Auf der Schanze, zwischen dem Berger Weg und der Auffahrt zur Kyrburg, installiert worden ist beziehungsweise noch wird.
Jede der insgesamt 16 neuen Straßenlampen, von denen schon fünf stehen, verfügt über 18 LED-Leuchten. Und diese 18 neuartigen Leuchten haben eine Leistungsaufnahme von insgesamt 26 Watt, wie Christian Fritz, Elektro- und Wassermeister bei den Kirner Stadtwerken, berichtet. Die Energieeinsparung liegt auf der Hand: Die herkömmlichen Pilz-Leuchten, die bislang Auf der Schanze standen und nun im Zuge des Straßenausbaus ersetzt werden, liegen bei um die 135 Watt, schätzt Peter Gleßner vom Bauamt.
Die Energieersparnis liege rechnerisch bei um die 80 Prozent, berichtet Gleßner weiter. Allerdings seien die Anschaffungskosten etwas höher, sie lägen pro LED-Element bei etwa 600 Euro je Leuchte, ohne Mast. So komme man im Betrieb auf eine Einsparung von rund 60 Prozent. Zudem sollen die LED-Lampen eine Lebensdauer von zwölf Jahren haben, fügt Christian Fritz an.
"Wir wollen eine sparsame und zugleich moderne Straßenbeleuchtung garantieren", macht Bürgermeister Fritz Wagner deutlich. Er ist mit den neuen Lampen zufrieden: So verweist Wagner auf den Umweltaspekt. Und neben Bad Bergzabern und Kaiserslautern sei Kirn in Rheinland-Pfalz eine der ersten Kommunen, die auf die neue Technik setze.
Ferner müsse man die EU-Verordnung, wonach bis 2015 bestimmte Leuchtmittel nicht mehr produziert würden, im Blick haben. Die Stadt wolle in den kommenden Jahren sukzessive auf neue Lampen umstellen. Dazu werde überprüft, wo der Umbau mit Ersatzleuchten machbar und sinnvoll sei, erläutert Gleßner. Nicht überall würden - wie jetzt Auf der Schanze bei den etwa 35 Jahre alten Vorgängern - auch die Masten mit ausgetauscht.
Einen weiteren Vorteil der neuen LED-Lampen Auf der Schanze sehen Wagner, Gleßner und Fritz in der Ausleuchtung: "Das Licht ist deutlich heller", weiß der Bürgermeister, nachdem er sich im Dunkeln vor Ort ein Bild gemacht hat. "Die neuen Lampen strahlen dahin, wo das Licht gebraucht wird", beschreibt Peter Gleßner den geringeren Streuverlust im Vergleich zu Lampen älteren Typs. Will heißen: Es falle weniger Licht dorthin, wo es nicht hin solle, das sei weniger störend für die Anlieger, weiß Christian Fritz.
Im Vorfeld habe es in Höhe des Friedhofs einen einwöchigen Probebetrieb mit einer LED-Lampe gegeben. Nach 14 Tagen schlechten Wetters, informiert Gleßner weiter, soll im restlichen Ausbaubereich Auf der Schanze in dieser Woche die Installation von Kanal- und Wasserrohren abgeschlossen sein. Dann gehe es an den Straßenbau.

