Stahlgerüst an Kirner Fußgängerbrücke wird in den Aufzugschacht eingesetzt
28.06.2012 - KIRN
Von Sascha Saueressig
Der Verkehr über die Kieselbrücke und am Kreisverkehr vor den Stadtwerken fließt. Seit Ende Mai ist die Sulzbacher Straße angebunden und die Zufahrt über die Kiesel läuft auch wieder reibungslos.
Einzig am Fußgängerturm auf der Kiesel und an der Fußgängerbrücke über die Gleise sind die Arbeiten noch nicht abgeschlossen. Doch auch am Lohweg sind noch Restarbeiten notwendig, erklärte Norbert Schmidt, Leiter des Baubüros Idar-Oberstein. Dort werde in den kommenden Wochen noch eine Wartungstreppe gebaut und anschließend die Baustraße ins Nahebett wieder abgetragen.
Am Überweg über die Gleise sind die Arbeiten in dieser Woche nun sichtbar vorangekommen - die beiden Stahlgerüste für die Aufzüge sind gesetzt und der Aufzug im Südturm wird angeschlossen.
Bereits in der Vorwoche setzte die Spezialfirma das Aufzuggerüst im Südturm ein - nun folgte das zweite stählerne Ungetüm gegenüber den Stadtwerken. Allerdings lief dieser Aufbau am Dienstag unter Schwierigkeiten an. Da zwischenzeitlich die Randsteine bis vor den Turm gesetzt worden sind, konnte der Kran nur frontal aufgestellt werden. Doch schon hier ergab sich ein Problem - lag das elf Meter hohe Stahlgerüst doch Richtung Sulzbacher Straße und musste senkrecht aufgestellt werden. Dazu musste Dienstag kurzerhand die Kreisstraße für einige Minuten gesperrt werden, was - da ohne Genehmigung ausgeführt - das Ordnungsamt auf den Plan rief und eine saftige Geldbuße zur Folge haben wird. Am Mittwoch lief das Einheben des Aufzuggerüsts dann reibungslos ab. Nach zweistündiger Vorbereitungszeit hob Kranführer Bernd Pfaffendorf den knapp neun Tonnen schweren Stahlglasrahmen für den Aufzug ein. Das Gerüst wiegt mehr als sechs Tonnen, die Glasscheiben erhöhen das Gesamtgewicht dann auf gut elf Tonnen, wobei fünf der Glaselemente aufgrund von Spannungsrissen nicht eingebaut werden konnten. „Der Turm wiegt aufgrund der fehlenden Scheiben jetzt nur knapp neun Tonnen“, erläuterte Polier Jürgen Reith. Die Glaselemente hat sein Trupp vorläufig durch Holzplatten ersetzt, die später per Hand ausgetauscht werden müssen.
Bevor das Stahl-Glasgerüst auf knapp 30 Meter angehoben werden konnte, herrschte bei Bauarbeitern und Kranführer Anspannung. „Es muss windstill sein, denn wir haben bei 30 Quadratmeter sehr viel Angriffsfläche und nur wenig Platz“, sagte Pfaffendorf. 34 Millimeter Spielraum zu den Seiten hatte er, um das Gerüst unbeschadet auf den Boden zu setzen. Doch innerhalb von 25 Minuten stand alles im Aufzugschacht. In der nächsten Woche wird der zweite Aufzug eingebaut, erläuterte Norbert Schmidt. Die Geländer an den Treppenaufgängen und für den Überweg würden in den kommenden Wochen in der Endproduktion beschichtet. Dies gilt auch für das Geländer am Treppenturm auf der Kiesel.
An den Treppentürmen der Fußgängerbrücke wird zudem noch der Fußbodenbelag eingebaut und Ende Juli ein Blindenleitsystem auf die Treppen geklebt. Schmidt rechnet damit, dass die Restarbeiten an der Fußgängerbrücke zum Ende der Sommerferien abgeschlossen werden.


