Von Andreas Riechert
Noch im laufenden Kalenderjahr soll in der Neuborngemeinde mit dem Bau der viel diskutierten Westspange begonnen werden. Der offizielle Spatenstich erfolgt voraussichtlich Anfang Oktober. Diese und weitere Details über die aktuelle Planung des Projekts gab Martin Schafft vom Landesbetrieb Mobilität (LBM) nun während der ersten Stadtratssitzung der neuen Legislaturperiode bekannt.
“Es geht bei der Westspange um die Verlegung der Landesstraße L414 aus der Stadt Wörrstadt heraus", erläuterte Schafft den zahlreich erschienenen Einwohnern und Ratsmitgliedern. Die L414 sei heute stark belastet. Derzeit läge das Verkehrsaufkommen bei 8.000 Fahrzeugen täglich. “Ohne den Bau der Westspange würde sich das bis zum Jahr 2020 auf weit über 10.000 Fahrzeuge am Tag steigern", verdeutlichte Schafft. “Durch die Westspange wird das Verkehrsaufkommen auf die Hälfte reduziert werden können", versprach der Baudirektor.
Lärmbelästigung möglichst gering halten
Die Westspange mit einer Länge von zirka einem Kilometer beginnt im Bereich der Öffnung des Lärmschutzwalles am Krag und wird durch einen Kreisverkehrsplatz an die B420 angebunden. “Der Lärmschutzwall wird durch Maßnahmen verlängert und läuft im Bereich des Sportplatzes aus. Auch der Lärmschutz zwischen der L414 und dem Sulzheimer Pfad soll zukünftig ohne Unterbrechung gewährleistet sein", führte Schafft aus. Da sich die Verkehrssituation im Einmündungsbereich Richtung Vendersheim ebenfalls als “nicht besonders gut" darstelle, soll ein weiterer Kreisverkehrsplatz an der
K21 auch dort die Lage entlasten.
Zwar sei derzeit noch nicht ganz klar, ob zunächst mit dem Bau am Kreisel oder an der Strecke begonnen werde, da dies noch einer Abstimmung mit dem Verkehrsträger bedürfe, doch werde man unabhängig davon daran arbeiten, drohende Beeinträchtigungen während der Bauvorhaben möglichst gering zu halten, kündigte Stadtbürgermeister Ingo Kleinfelder an.
Einem Antrag der SPD-Fraktion auf Ausrichtung eines Stadtfestes im Jahr 2010 wurde unterdessen einstimmig stattgegeben. Das Fest, das von der Stadt ausgerichtet und gemeinsam mit dem Gewerbeverein veranstaltet werden soll, ist in den Augen von Karl-Heinz Andresen (SPD) eine “absolute Bereicherung für Wörrstadt." Auch CDU-Fraktionssprecher Helmut Eberle signalisierte die Zustimmung seiner Partei zum angedachten Event, der zu einer weiteren Attraktivitätssteigerung der Neunborngemeinde beitragen soll.


Wohin soll der Verkehr dann fließen?
Ich frage mich nur, wohin der Verkehr dann schließlich fließen soll, denn die Westspange führt direkt zum Wörrstädter Bahnhof. Soll der Verkehr von dort aus dann über die Neubaugebiete Wörrstadts oder gar über Saulheim an die Bundesstraße bzw, Autobahn angebunden werden?