THW-Helfer in Wörrstadt geehrt
19.12.2011 - WÖRRSTADT
Von David Trippler
Die Helfer des technischen Hilfswerks leisten jedes Jahr tausende Stunden ehrenamtlicher Arbeit im Bevölkerungsschutz, doch hat sich die Situation des THWs innerhalb dieses Jahres gravierend verändert. Seit der Aussetzung der Wehrpflicht Mitte des Jahres setzt sich das THW komplett aus Freiwilligen zusammen, ausgedünnt hat das die Reihen jedoch keineswegs und das Engagement ist ungebrochen. „Ich möchte allen, die ehrenamtlich hier sind und ihre Freizeit dem THW-Wörrstadt zur Verfügung stellen, meine Dankbarkeit weitergeben“, ließ Ortsbeauftragter Erwin Saala seine Truppe wissen, „ihr habt durch Eigenleistung sehr viel geschafft.“
Wie viel diese Eigenleistung wirklich bedeutet, wurde an den geehrten Mitgliedern deutlich, die das Helferzeichen in Gold verliehen bekamen. Engagement weit über dem Durchschnitt für mindestens fünf Jahre, das sind die Mindestvoraussetzungen für diese Auszeichnung, sei es als Truppführer, Werkstattchef, Mitglied der Schnelleinsatzgruppe, der Trinkwasserversorgung oder im Rahmen der Bauunterhaltung. Entgegennehmen durften das Helferzeichen in Gold Maximilian Turek, Sebastian Weyerhäuser, Christopher Andreas Frank Hiemsch, Thomas Fleischer, Daniel Göbel und Alexander Plaumann. Ihnen allen gemein ist, wie viel Freizeit sie in die Arbeit im THW investieren, teilweise bis zu 800 oder gar 1 000 Stunden im Jahr. „Das ist selbst für mich kaum zu glauben“, bekannte Saala, „wenn man das Mal auf einen 8-Stunden-Tag herunterrechnet sind diese Menschen ein halbes Jahr lang für das THW aktiv. Was sie leisten, ist wirklich etwas Besonderes.“ Für langjährige THW-Zugehörigkeit geehrt wurden außerdem Rainer Bechtold und Dirk Zahn (20 Jahre) sowie Frank Baumgärtner, Hans-Dieter Freitag und Herbert Freitag (25 Jahre).
Das überdurchschnittliche Engagement des kompletten Wörrstädter Ortsverbandes belegte THW-Geschäftsführer Walter Leipold mit einigen beeindruckenden Zahlen. „Wenn man es schafft, in vielen Kategorien das, was Schnitt ist, fast zu verdoppeln, dann ist das eine reife Leistung“, findet Leipold. Doppelt so viele Einsatzstunden wie in Leipolds restlichem Zuständigkeitsbereich, 200 Dienststunden mehr als der Bundesschnitt und eine weit überdurchschnittliche Leistung bei den Lehrgängen stehen für die Wörrstädter zu Buche.
Zu leisten gab es auch im Jahre 2011 wieder viel, das Hochwasser in Armsheim, die Schiffshavarie bei St. Goarshausen oder auch die Renovierung und der Ausbau des eigenen Gebäudes sowie der Tag der offenen Tür. Bei weiteren Aufgaben helfen wird fortan eine Anhängeleiter, die VG-Bürgermeister Markus Conrad im Rahmen der Feier offiziell dem THW übergab. Die Leiter, die zuletzt bei der Feuerwehr in Saulheim stationiert war, erreicht eine Höhe von 16 Metern bei 4 Metern Abstand und ersetzt ihren arg in die Jahre gekommenen Vorgänger. „Wir haben hier ein sehr gutes Verhältnis und das sollte auch entsprechend gepflegt werden“, so Conrad, „daher war es für mich eine Selbstverständlichkeit zu schauen, wie man hier helfen kann.“

