Naturwissenschaft spielend entdecken
02.09.2011 - VENDERSHEIM
AUSZEICHNUNG Kita „Rasselbande“ erhält Zertifkat „Haus der kleinen Forscher“
(ug). Das von Orts- und Kirchengemeinde, Turnverein und Kindergarten veranstaltete jährliche Schulhoffest hatte diesmal einen besonderen Höhepunkt: Der Kindergarten „Rasselbande“ erhielt das Zertifikat „Haus der kleinen Forscher“. Diese Auszeichnung, verliehen durch die gleichnamige Stiftung, bekommen Kindertagesstätten, die sich auf dem Gebiet der frühkindlichen Bildung besonders engagieren.
„Es geht darum, bei den Kindern von Anfang an Interesse an Naturwissenschaften und Technik zu wecken“, sagte Inge Braun, die Leiterin der „Rasselbande“. Kinder seien von Natur aus neugierig; auf spielerische Art und Weise setzten sie sich mit den Phänomenen ihrer Alltagswelt auseinander. Dabei unterstützen die Erzieherinnen in den Kitas, für diese wiederum bietet die Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ Workshops, Arbeitsmaterialien und eine Internetplattform.
Ortsbürgermeister Gerhard Lenz: „Der Vendersheimer Kindergarten ist der dritte unserer Region, der das Zertifikat ,Haus der kleinen Forscher‘ erhält. Dass eine so kleine Kita diese Auszeichnung erringen konnte, ist in erster Linie das Verdienst der Leiterin Inge Braun und ihres Teams.“ Er begrüßte die Ehrengäste, unter ihnen der Leiter des Jugendamtes des Landkreises, Arno Herz, und der Kreisbeigeordnete Gerhard Seebald. Bundestagsabgeordneter Klaus Hagemann und Landtagsvizepräsident Schnabel verbanden ihre Grußworte mit der Überreichung einer Spende. Die Plakette wird nun für ein Jahr den Eingang zur Kita zieren, denn die Auszeichnung muss jedes Jahr neu errungen werden. Die Kinder dankten mit dem Lied „Haus der kleinen Forscher.“ Nach dem Auftritt der „Moonlights“, der jungen Showtanzgruppe des Turnvereins, kam auch noch Verbandsgemeindebürgermeister Markus Conrad zu Wort. Auch er lobte das Vendersheimer Engagement. Als Präsent der Verbandsgemeinde brachte er zwei Experimentierkästen mit. In den Räumen der Kita wartete ausführliches Infomaterial über das „Haus der kleinen Forscher“, daneben war ein „Forschertisch“ aufgebaut, an dem die Kids verschiedene Experimente durchführen konnten. „Was schwimmt und was geht unter?“ oder „Was ist magnetisch?“ zeigte Erzieherin Natalja Schneider. „Wenn ich etwas höre, vergesse ich es“, zitierte sie, „sehe ich etwas, kann ich es vielleicht behalten, aber was ich selbst getan habe, bleibt haften.“ Dies ist das erfolgreiche Prinzip der Bildungsarbeit in der Stiftung „Haus der kleinen Forscher“; selbst die Kleinsten sind schon mit Feuereifer bei der Sache.
Joshua (4) war mit seinem Papa aus Partenheim gekommen, er betrachtete kritisch den Forschertisch und wendete sich dann der Kuchentheke zu, die von den Eltern und Omas der Kita-Kinder reichlich bestückt wurde. „Forschen zum Thema Ernährung“ war in diesem Jahr Schwerpunktthema. - Das passte ja!

