Von Julia Reiß
Alina Frankenberger aus Udenheim hat mit 17 Jahren das internationale Abitur gemacht
Sie ist gerade mal siebzehn Jahre alt, hat das internationale Abitur in der Tasche und tritt im Oktober ihr Studium in Cambridge an: Alina Frankenberger aus Udenheim hat das geschafft, wovon manche nur träumen. Ihr geradliniger Werdegang machte sich schon in frühen Jahren kenntlich. Nach dem Kindergarten besuchte sie das Maria-Ward-Gymnasium in Mainz und zählte bereits dort zu den besten Schülerinnen. Das Angebot, nach der 10. Klasse an das renommierte britische Internat "Malvern College" zu wechseln, um dort nach nur zwei Jahren das Abitur zu absolvieren, kam wie gerufen. Leute heute An die ersten Eindrücke des von Türmen und Zinnen geprägten Internatsgebäudes erinnert sich die Abiturientin noch genau: "Das sah alles wie in den Harry-Potter-Filmen aus", schwärmt sie von der 1865 gegründeten Schule. Den Alltag im Internat beschreibt sie als streng, aber geregelt. "Morgens um 8.15 Uhr mussten dann alle Schüler in sauberer Uniform und mit ordentlichen Frisuren an Ort und Stelle stehen. Erst dann wurde mit dem Unterricht begonnen", erinnert sich Alina Frankenberger. Und trotz Strenge und Disziplin sei das Internatsleben wie in einer großen Familie gewesen. "Ich hatte da alles, was ich brauchte", erzählt die damals 15-jährige, die in den vergangenen zwei Jahren viele Freundschaften geschlossen hat. Alle drei Wochen durfte sie dann ihre Familie in Deutschland besuchen. Denn auf eine Aufrechterhaltung der familiären Beziehung wurde viel Wert gelegt. "Wie eine Geschäftsfrau habe ich mich dann immer gefühlt, wenn es mit dem Flieger nach Hause ging", erzählt die junge Frau, die in den zwei Jahren sehr selbständig geworden ist und ein perfektes Englisch spricht. Im März diesen Jahres hat sie den "International Baccalaureate", das internationale Abitur absolviert. Dies ist ein globaler Hochschulabschluss, der von fast allen Universitäten der Welt anerkannt wird. Die prüfungen in ihren Leistungskursen Chemie, Mathematik, Deutsch und Französisch bestand sie mit Bravour. Der nächste Meilenstein ihres Lebenslaufs heißt Cambridge. An der Uni mit dem weltweit zweitbesten Ruf nach Harvard studiert sie ab Oktober "Land Economy", einen sechssemestrigen Studiengang, der den Fächern Jura und Wirtschaft entspricht. Auf die Aufnahmeprüfung hatte sich Alina schon im vergangenen Jahr intensiv vorbereitet. Es galt, eine Facharbeit und einen Philosophieaufsatz zu schreiben, woran sich eine mündliche Präsentation anschloss. Alina hat beides erfolgreich absolviert. Jetzt paukt sie schon wieder fleißig für das bevorstehende Studium. Zwölf Bücher sollen bis Anfang Oktober gelesen sein - eine Aufgabe, für die die angehende Studentin bestens gewappnet ist. Michaela Frankenberger, Alinas Mutter ist stolz auf ihre Tochter. "Natürlich war das am Anfang nicht einfach, sein Kind ins Ausland gehen zu lassen, aber ich finde toll, wie sie das alles macht", sagt die Mutter, die in ihrer Kindheit selbst einmal ein Schuljahr im Ausland verbracht hatte. Klare Vorstellungen für einen Beruf hat Alina Frankenberger auch schon. "Investmentbanking würde mich sehr interessieren", schwärmt die 17-jährige Udenheimerin, die bereits ein Praktikum bei der Commerzbank in Frankfurt absolviert hat.

