Von Caroline Hahn
INFOTAFEL Geschichte Armsheims auf einen Blick
Am Sonntagnachmittag eröffnete Dieter Kleinfelder in der katholischen Pfarrkirche mit einigen Musikstücken aus dem 15. Jahrhunderts die Feierlichkeiten zur Anbringung einer Gedenktafel zur Geschichte Armsheims. Nach und nach strömten immer mehr Einwohner des Ortes herbei und wollten an diesem Ereignis teilhaben. Die Idee, die Geschichte des Ortes auf einer Tafel festzuhalten, kam von dem "Arbeiterkreis historisches Armsheim". Hierfür gab es viel Zuspruch im Ort und so wurde die Idee in die Tat umgesetzt.
Prof. Dr. Theodor Schneider, der Stifter der Tafel, erstellte die Chronik Armsheims von der ersten Erwähnung im römischen Reich bis hin zur Gegenwart. "Diese Tafel erinnert uns an die Geschichte, aber sie ist gleichzeitig auch eine Warnung für uns. Das Wohlbefinden des Dorfes hängt von jedem Einzelnen von uns ab", mahnte der Stifter. In seiner Rede sprach er daher auch ganz besonders die Jugend des Dorfes an: "Wir müssen unseren Kindern die Fehler der Vergangenheit vor Augen führen, damit sie nicht dieselben begehen." Auch der katholische Pfarrer Andreas Kaiser ist ein großer Befürworter der Tafel. "Man sollte das Fundament des Ortes kennen, in dem man lebt", erklärte er. Die Kirche des Ortes habe im Laufe der Zeit ebenfalls viel erlebt. So diente einst die gotische Kirche als Wallfahrtsort, bevor deren Inneneinrichtung in der Reformation zerstört wurde. Somit endete auch die Wallfahrt in Armsheim.
"Dies alles sind Ereignisse, die Armsheim bewegt haben und heute noch bewegen. Wir müssen ihrer gedenken", stellte der Pfarrer fest. Helmut Hessinger, Mitglied der Gemeinde, sagte: "Wenn es um die Geschichte geht, komme ich immer wieder gern, denn sie ist Teil unserer eigenen Lebensgeschichte." Auch Ortsbürgermeister Peter Starck war zu Gast und bedankte sich persönlich bei Prof. Dr. Theodor Schneider.
Nach den Feierlichkeiten in der Pfarrkirche wurde die Gedenktafel auf dem Johannes-Schnitzer-Platz an der Südseite der Remigiuskirche angebracht. "Eine Tafel der Geschichte an einem Ort der Geschichte", unterstrich Pfarrer Andreas Kaiser, als die Tafel zu ihrem Platz getragen wurde.
Unter dem Applaus der zahlreichen Besucher schraubten die Gemeindemitglieder Dieter Frase und Gerhard Peter die Tafel an die Wand, während sich Prof. Dr. Theodor Schneider nochmals für die positive Aufnahme der Idee und die Hilfe bei der Umsetzung bei der Gemeinde bedankte.

