„Das Gefühl, zuhause zu sein“
31.05.2011 - STEIN-BOCKENHEIM
GEMEINDECHECK II Autor und Unternehmer Gerd Merz schätzt seine Wahlheimat Stein-Bockenheim
Gerd Merz ist Inhaber eines Unternehmens für Kanzleiberatung und Autor von Kriminalromanen, die in Rheinhessen spielen. Er lebt seit 13 Jahren in Stein-Bockenheim. Wir sprachen mit ihm über seine Heimatgemeinde.
Wie würden Sie Ihre Gemeinde beschreiben?
Das idyllisch in Weinberge, Wiesen und Wald eingebettete Stein-Bockenheim ist geprägt von Landwirtschaft, Weinbau, Gewerbetreibenden sowie alten und neuen Wohngebieten. Einerseits ist es gekennzeichnet durch Beschaulichkeit, Ruhe und Bekenntnis zur Tradition, andererseits durch gute Anbindung an Großräume und Offenheit für Neues. Mit Menschen, die hier ihre Wurzeln haben und dennoch aufgeschlossen und interessiert den Neubürgern die Integration erleichtern - eben typisch „rheinhessisch“. Mir persönlich gibt dieser Ort, nach vielen Stationen in meinem Leben, erstmals wieder das Gefühl, zuhause zu sein.
Was zeichnet Stein-Bockenheim genau aus?
Der Ort lebt. Er befindet sich in einem zukunftsorientierten Umbruch, ohne jedoch seine Geschichte außer Acht zu lassen. Wir können auf eine Feuerwehr mit hervorragender Jugendarbeit verweisen, einen rührigen Gemeinderat, Landfrauenverein, Gesangverein, Fastnachtsverein und Seniorenclub, eine ideenreiche Interessengemeinschaft, eine gut ausgebildete Ersthelfer-vor-Ort-Einheit, zudem eine ansprechende Internetpräsentation. Und bald wird das Gastronomieangebot sogar noch durch ein „Hofcafé“ erweitert. Die traditionelle Kerb, das Dorffest und die Veranstaltungen der Weingüter und des Blumenhofes sind ebenfalls Zeichen eines aktiven Dorfgeschehens.
Haben Sie einen Lieblingsort in Stein-Bockenheim? Was würden Sie Besuchern zeigen?
Da kann ich mehrere Stellen nennen: den jüdischen Friedhof, den Dorfbrunnen, einige liebevoll restaurierte Gehöfte, den beeindruckenden Blick von der Höhe des Wendelsheimer Weges vom Soonwald über den Rheingau bis hin zu den Sendeantennen bei Wolfsheim und, nicht zu vergessen, unseren Waldlehrpfad.
Gibt es etwas, das Ihnen nicht gefällt und das man verbessern könnte?
Zwei ganz persönliche Wahrnehmungen: Es wäre schön, wenn die verschiedenen Vereine und Gruppierungen ihre Potenziale im Interesse aller wieder stärker bündeln würden. Und, wenn der Weg entlang der Dunzel nicht zum Hundeklo umfunktioniert würde.
Was ist Ihrer Meinung nach der schönste Ort der Verbandsgemeinde?
Jeder! Das Schöne an unserer VG ist, dass jeder Ort seinen eigenen Charakter und Charme hat und damit authentisch ist.
Das Gespräch führte Kathrin Damwitz

