Weltenbummler treffen sich in Framersheim
21.02.2012 - FRAMERSHEIM
Von Marion Stark
KULTUR- UND KARNEVALVEREIN Närrische Tour rund um den Globus voller witziger Reiseanekdoten
Wenn einer eine Reise tut… Unter dem Motto „Eine Reise um die Welt“, feierten die Narren des Framersheimer Kultur- und Karnevalvereins Samstagabend eine bunte Sitzung mit zahlreichen tänzerischen und rednerischen Glanzpunkten.
Rüstige Rentnerin und weitgereister Mexikaner
Über dem Wahrzeichen zahlreicher Metropolen, die Weltuhren und bunte Flaggen links und rechts von ihr, testete Sitzungspräsidentin Cornelia Sandmann-Schmidt erst die „Reisefähigkeit“ des närrischen Auditoriums bevor die Garde, traditionsgemäß, die Sitzung eröffnete. Alsbald fand sich der erste Weltenbummler in der Bütt ein. Protokoller Georg Deicher hatte von seiner Reise bis in die hintere Walachei einiges an Gesprächsstoff mitgebracht. Schluss mit dem Verpackungswahn! Und wie wäre es mit Günther Jauch als neuem Bundespräsidenten? Mit kritischen Bemerkungen und amüsanten Beobachtungen hielt der Framersheimer die Narren bei Laune.
In seiner Rolle als rüstige, alte Rentnerin, brachte Benno Walter seine Späßchen unters Narrenvolk. Mit kuriosen Erzählungen über ökologische Restaurants und Imbissbudencharme sorgte der Alzeyer für ausgelassene Stimmung. Plötzlich herrschte große Irritation beim Elferrat. Ein Mexikaner klappte seelenruhig seinen Campingstuhl auf - mitten auf der Bühne. Auf dem Weg nach Santiago de Compostela sei er hier gestrandet; naja: „Irgendwas mit Kompost…“. Mit seiner lockeren, flapsigen Art hatte er die Lacher der Narrenschar sogleich auf seiner Seite und so wurden kurzerhand die Stühle getauscht. Souverän führte der neue Sitzungspräsident, Sebastian Rupp, weiter durch das Programm.
„Diät - nein danke“, prangte in großen Lettern auf dem T-Shirt des nächsten Büttenredners. Salatkur mit „Karnickelfeeling“, „Sushini und Hirsebrei“ - Ingo Grebner winkte resigniert ab und sorgte beim närrischen Publikum mit seinen leidvollen Diäterfahrungen für wahre Lachsalven. Alsbald betrat der größte Narr die Bütt. Auf Stelzen sinnierte Werner Breuder über dies und das. Ob Ratsgeschehen oder ehrenamtliches Engagement - warnend hielt der Obernarr dem närrischen Publikum den Spiegel vor. Mit den Brummlern und der bezaubernden Jeannie ging es schließlich einmal um die ganze Welt. Vor dem VIP-Besuch bei Sebastian Vettel musste jedoch zunächst ein (Gau-)Heppenheimer „Äboritschini“ um Rat gefragt werden. „I will follow him“ wurde spontan zu „Alles tankt E10“ umgedichtet und schnell wurde klar: Mit seinem Parkplatz ist Framersheim weltbekannt. Für besondere Begeisterungsstürme sorgte die amüsante Lispeleinlage im „Reisebüro Sandmann“. Als bunte Reisetruppe schauten die Brummler den Framersheimern einmal mehr auf die Finger.
Mystische Klänge und Vogelschreie hallten durch den Saal, als das Ballett „Blue Crystal“ seinen Einzug hielt. Zu heißen Lambadarhythmen ließen die Tänzerinnen ihre bunten Röcke fliegen und versprühten südamerikanisches Flair.
Nach Bollywood entführt
Mit den „Energy Girls“ ging es dann direkt nach Bollywood. In bunte Gewänder gehüllt begeisterte das Nachwuchsballett die Narren mit filigranen Hand- und Fingerbewegungen und einer dynamischen Choreografie. Beim schwungvollen Tanz der „Young Generation“ flogen sogar die Schläppchen durch den Saal. Für ihre waghalsigen Luftsprünge und die akrobatischen Hebefiguren wurden die Tänzerinnen mit lauten Zugabe-Rufen gefeiert. „Das war spitze“, da waren sich die Narren einig. Auch das Ballett „Magic Elements glänzte mit einer spannenden Umsetzung ihrer griechischen Götterthematik. Schließlich hieß es: „Last call for flight number 2012“. Die einfallsreiche Performance der „Jumping Jacks“, die vor allem mit versetzten Einsätzen punkteten, wurde von aufgelösten Pfiffen begleitet und mit Liedern wie „I sing a Liad für di“ rundeten die „Pilgerprinzessinnen“ den Abend gesanglich ab.

