Freie Wähler setzen auf Amtsinhaber
04.10.2011 - FRAMERSHEIM/VG ALZEY-LAND
Von Roswitha Wünsche-Heiden
Die FWG Alzey-Land hat beschlossen, gemeinsam mit der CDU Amtsinhaber Steffen Unger für die Wahlen zum Bürgermeister der Verbandsgemeinde zu nominieren. Der Vorstand der Freien Wähler hatte dazu in die Sport- und Kulturhalle Framersheim geladen. Ohne weitere Vorschläge und einstimmig beschloss die Versammlung unter der Leitung von Dr. Harald Strecker, Unger zu benennen. Die Wahl findet am 11. März 2012 statt.
Zusammen mit seinem ausführlichen Bericht über aktuelle Themen des Verbandsgemeinderates hatte Karl-Heinrich Sailler Schwerpunkte der Arbeit des VG-Chefs in Erinnerung gerufen. So habe er sich in Bezug auf die Schulstrukturreform intensiv um die beiden Realschulen plus in Flomborn und Flonheim gekümmert, die Ganztagsbetreuung in Flomborn und Gau-Odernheim vorangebracht und neues Geld für die Nachmittagsbetreuung zur Verfügung gestellt. Dem Trend der Zeit entsprechend habe er sich zur Erzielung von Synergie-Effekten für die Bildung größerer Zusammenschlüsse wie des Zweckverbandes Abwasserentsorgung Rheinhessen oder der Dienstleistungsgesellschaft ERP-GmbH aus EWG und Stadtwerken sowie für Einrichtungen zur Erzeugung erneuerbarer Energien eingesetzt. Des Weiteren habe er neue Ideen im Bereich Kultur auf den Weg gebracht, etwa Gemäldeausstellungen in der Verbandsgemeindeverwaltung, eine eigene Weinkönigin und die Theatertage Alzeyer Land.
In Kooperation mit der Stadt Alzey sei im Jahr 2009 die neue Urlaubsregion „Alzeyer Land“ kreiert worden, inklusive Logo und Werbeaktivitäten. Trotz aller damit in Zusammenhang stehenden Investitionen sei es während seiner Zeit als Verbandsbürgermeister gelungen, den Schuldenstand von etwa 14 Millionen Euro auf jetzt zehn Millionen zu senken. Von daher empfehle es sich, durch die Wiederwahl von Unger für Kontinuität der begonnenen Arbeit zu sorgen, sagte Sailler.
„Mir hat die Arbeit Spaß gemacht“, sagte Unger in seiner Stellungnahme und lobte insbesondere die gute Zusammenarbeit mit den Fraktionen FWG, CDU und FDP, die sich mit ihm zusammen für eine sachliche, am Wohl der Bürger ausgerichtete Politik eingesetzt hätten. Dabei sei ihm die gute Kommunikation mit einzelnen und in Gruppen bei häufigen Sitzungen sehr wichtig gewesen. Auch habe er große Unterstützung seitens der Verwaltung erfahren, die sich heute durch Umstrukturierungen da befinde, wo er sie vor zehn Jahren gern gehabt hätte, als er selbst noch dort tätig war. „Ich habe in meiner Zeit als Verbandsbürgermeister viel Grundlagenarbeit geleistet, viel gelernt, Kontakte geknüpft und Netzwerke aufgebaut und würde meine erfolgreiche Arbeit gerne mit Ihnen fortsetzen“, schloss er seine Ausführungen.
Des Weiteren berichtete die Erste Beigeordnete Ute Klenk-Kaufmann über die Arbeit des Kreistags und Karl-Heinz Jungk gab einige Hinweise zu Homepage und Newsletter der FWG. In lebhafter Diskussion wurden von den Mitgliedern Strategien des nun zu planenden Wahlkampfs erörtert.

