Montag, 13. Februar 2012 05:54 Uhr
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Allgemeine Zeitung

Flonheim 

Schumi ist sein großes Vorbild

16.04.2010 - FLONHEIM

Von Katja Schäfer

PORTRÄT Kartfahrer Dominik Ramb gilt bei Alzeyer Motorsportclub als hoffnungsvolles Talent

/ALZEY. Dominik Ramb - diesen Namen sollten sich Motorsport-Fans schon mal merken, denn entsprechend seinen beiden Vorbildern Michael Schumacher und Sebastian Vettel will der Vierzehnjährige eines Tages in die Formel Eins. Getroffen hat der ehrgeizige Kartfahrer eines seiner beiden Idole bereits in jüngeren Jahren, 2001 auf der IAA in Frankfurt. "Als Schumi ihm über den Kopf strich, schien seine sportliche Karriere irgendwie programmiert zu sein", erinnert sich Mutter Beate Ramb schmunzelnd.

Heute gilt Dominik als vielversprechendes Nachwuchstalent des Motorsport-Clubs (MSC) Alzey. Hier fährt der Flonheimer bereits, seitdem er vier Jahre alt ist. Berichtet Dominik über sein Hobby, weiß er genau, wovon er redet und was er will. Besonders die rasanten Fahrweisen, die Schnelligkeit und die Rennatmosphäre auf der Strecke haben es ihm angetan. Auf heimischem Boden, beim "ADAC-MS-Jugend-Kart-Slalom" (Ausrichter MSC Alzey) fuhr Dominik in den Jahren 2008/09 mit seinem Kart noch Slalom. Gleichzeitig bestritt das junge Talent aber schon die Rundstrecke. Er startete in der vom ADAC gesponserten "Kart Youngster World Formula"-Serie.

Das Besondere für den jungen Mann: 2008, in der ersten Saison seiner neuen Disziplin, sicherte er sich einen Platz auf dem Siegertreppchen der mittelrheinischen Kartmeisterschaft. Unter 21 Teilnehmern erlangte er Rang zwei. Am 17. April beginnt für den Kartfahrer beim Saisonauftakt in Liedolsheim nun eine neue Zeitrechnung. Künftig will er nur noch Rundstrecke fahren.

Stolz ist der Sportler auch auf sein neues Rennfahrzeug. "Es ist speziell für die Gegebenheiten der längeren Rennstrecke ausgelegt", weiß Dominik.

Der Kart hat 16 PS, ist ausgefahren 130 Stundenkilometer schnell und verfügt über eine andere technische Ausstattung als ein Slalom-Kart. Ebenso neu für ihn: Der Dreizehnjährige fährt von jetzt an im "Team Rheingau". "Die Truppe hat technisch fitte Leute und die Betreuung stimmt", erläutert Dominiks Vater Uwe Ramb, Vorsitzender des MSC.

Die Begeisterung für den Motorsport wird im Hause Ramb groß geschrieben: Vater Ramb, seit drei Jahren Vereinschef, ist lizenzierter Jugendtrainer. Seine Frau Beate arbeitet als Lehrerin für Zeitnahme und Sportwart. Gemeinsam begleiten die Eltern ihre Kinder zu den Rennen. Seit 2006 tritt auch Tochter Selina (11) in die Fußstampfen ihres älteren Bruders. Sie fährt Kart-Slalom. Lediglich die Schule hat Vorrang. "Dominiks Noten müssen stimmen", erklärt Uwe Ramb die Voraussetzung für das rasante Hobby seines Sohnes. Hier macht der Papa sich aber keine Gedanken, denn der Gymnasiast ist ein guter Schüler. Sport ist zwar sein Lieblingsfach, aber Französisch sein bestes.

Auch fernab der Rennstecke mag Dominik es, wenn es heiß hergeht. So ist der Teenager seit vier Jahren Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr in Flonheim. Will der Jugendliche zwischendrin mal einen Gang zurück schalten, spielt er Keyboard. "Das mache ich zum Ausgleich", verrät der junge Sportler. Auch rangiert Kartfahren für ihn noch weit vor "König Fußball". "Man kommt mehr rum", erklärt der Dreizehnjährige, und das tut er selbst wahrhaftig ebenfalls. Das Nachwuchstalent fährt Rennen im In- und Ausland. Auf Strecken im Hunsrück, aber auch auf jenen in Spa (Belgien) und Lommerange (Frankreich) war er bereits.

"In die Formel Eins schafft es ein Fahrer mit Erfolgen, aber auch mit dem nötigen Quäntchen Glück sowie den richtigen Sponsoren zum richtigen Zeitpunkt", weiß Vater Ramb.

Will eines Tages in der Formel Eins Gas geben: Kartfahrer Dominik Ramb.Foto: photoagenten/Axel Schmitz


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