Nichts gewusst von Asbest-Arbeiten?
15.12.2010 - FLOMBORN
STRAHLENMAST BI fordert Schutzmaßnahmen
(red/ple). Die Diskussion um den „Flomborner Strahlenmast“ geht in eine neue Runde: Die Flomborner Bürgerinitiative gegen den Strahlenmast ärgert sich über die jüngste Entwicklung. „Noch immer steht der Mobilfunkmast der Firma O2 rechtswidrig auf dem Dach des Raiffeisengebäudes in Flomborn. Das soll nach Auskunft der Gewerbeaufsicht noch vor Weihnachten geändert werden. Bekanntlich steht der Mast auf einem Asbestdach“ sagt die BI.
Nun habe die Bürgerinitiative gegen den Strahlenmast festgestellt, dass die Anwohner von den geplanten Asbest-Arbeiten nicht informiert worden seien. „Deshalb haben wir bei der Gewerbeaufsicht nachgefragt, wie die Schutzmaßnahmen für die Anwohner eigentlich aussehen sollen. Die turnen oben auf dem Dach in Schutzanzügen rum, und unten gehen die Leute im Lebensmittelmarkt nebenan schutzlos einkaufen - das kann ja wohl nicht sein“ fasst Britta Wittemann, Sprecherin der BI, die Reaktionen der Mitglieder während einer Generalversammlung zusammen.
Bei der wurde Ulrich Weber unterdessen zum neuen 1.Vorsitzenden gewählt. Der bisherige Vorsitzende, Michael Müller, musste aus beruflichen Gründen sein Engagement reduzieren und fungiert künftig neben Britta Wittmann als Stellvertreter.
Einig sind die Mitglieder der BI darin, im Kampf gegen den Mobilfunkmast im Wohngebiet nicht locker zu lassen. „Die Asbest-Geschichte zeigt doch, wie wenig die sich um unsere Gesundheit kümmern“, kritisieren die Bürger. Nach wie vor gebe es keine gesicherten wissenschaftlichen Beweise für Gesundheitsschädigungen durch Mobilfunkstrahlen - aber die Anzeichen dafür würden immer deutlicher. Auch das Deutsche Mobilfunk Forschungsprogramm (DMF) empfehle einen „vorsichtigen Umgang“ mit Mobilfunk. „Ist es vorsichtig, wenn wir Mobilfunkmasten 15 Meter vom Schlafzimmer entfernt aufbauen?“, fragt ein Anwohner und fordert: „Solche Masten gehören raus aus Wohngebieten.“

