Bunter Jubiläumsumzug zieht durch Straßen Eppelsheims
22.02.2012 - EPPELSHEIM
Von Anita Pleic
Schon gegen 13 Uhr füllten sich die Eppelsheimer Straßen langsam mit erwartungsfrohen Narren. Kleine Löwen, Piraten, Elefanten, Clowns und vieles mehr bevölkerten vor allem die Hauptstraße und schauten gespannt den Berg hoch, um ja nicht zu verpassen, wann der Zug die Straße herunter kommt.
In der Hangen-Weisheimer Straße hatte der sich um Punkt 13.33 Uhr in Bewegung gesetzt und so viele Süßigkeiten dabei, dass die am Straßenrand wartenden Narren so einiges mit nach Hause nehmen konnten. An vielen Stellen im Ort hatten Anwohner bei den frostigen Temerpaturen vorgesorgt und heißen Kakao und Tee vorbereitet. Und damit die Wartezeit auf den närrischen Lindwurm - der 44. und damit ein Jubiläumszug - etwas kürzer wird, gab es in der Dorfmitte auch die passende Fastnachtsmusik, zu der die ersten sich auch schon warmtanzten.
Fast 20 Nummern mit dabei
Einer ist in Eppelsheim immer ganz vorne dabei: Zugmarschall Otmar Müller, ohne den in Eppelsheim kein närrischer Zug laufen würde. So führte er auch in diesem Jahr den Zug an und bekam so manches fröhliches Helau zugerufen.
„Ich will viele Süßigkeiten fangen“, sagte der vierjährige Bennet, während er mit seiner Mama Desiree Fröschl und Tamara Ungerer an der Hauptstraße auf die bunten Wagen wartete. Aus Hangen-Weisheim waren die beiden jungen Frauen mit insgesamt fünf Nachwuchsfastnachtern gekommen, denen die Vorfreude anzusehen war. Fast 20 Zugnummern schlängelten sich durch die Gemeinde, mittendrin auch Bürgermeisterin Ute Klenk-Kaufmann. Für Begeisterung sorgte aber auch das Eppelsheimer Kinderprinzenpaar und die Dunnerschbejer Wildsaufetzer, die den Zug mit Musik verstärkten.
Eskimos und Matrosen unterwegs
Dahinter folgten phantasievoll gestaltete Motivwagen, wie etwa das Narrenschiff unter dem Motto „In 80 Tagen um die Welt“ oder aber der Wagen des Eppelsheimer Kegelclubs, der als Panzerknacker auf die Zugstrecke ging. Passend zu den Temperaturen der letzten Wochen schickten die Hochborner Narren den Eskimo-Wagen auf die Strecke. Lust auf den Sommerurlaub und wärmere Gefilde machte unterdessen die „MS Eppelsem“, die mit Matrosen beladen in die närrische See stach. Mit dabei waren aber auch die E-rp sowie die Fastnachter aus Monzernheim, vom HSV Alzey, der BI Flomborn, des FFC Flomborn und aus Ober-Flörsheim.
Damit auch die Feuerwehr im Schlusswagen nicht frieren musste, versorgten sie einige Eppelsheimer durch das Wagenfenster hindurch mit warmen Getränken, so dass auch am Zugende die Stimmung bestens war.

