Von Anita Pleic
Rotary-Austauschschüler gestalten internationalen Abend
ALZEY Mit Fahnen, Hymnen und Bildern, Geschichten und Anekdoten aus zwölf Ländern haben Austauschschüler des Rotary Clubs gezeigt, dass sie während ihres Jahres in der Fremde zu stolzen Botschaftern ihrer Heimatländer werden.
"Heute sind Schüler hier, die in Deutschland zu Gast sind, aber auch Deutsche, deren Auslandsjahr kurz bevorsteht", erklärte Jürgen Lingnau, Mitglied des Rotary Clubs, der die Schüler beim Treffen im Elisabeth-Langgässer Gymnasium begleitete. Den ganzen Tag über wuselten die Austauschschüler in der Schule umher, frischten Freundschaften auf und schlossen neue. Denn während einige Austauschschüler schon seit dem Sommer in ihren deutschen Gastfamilien leben, sind unter anderem die Australier erst vor kurzem in ihrem Gastland angekommen. Und so erklärten die Rotarier noch einmal die Regeln des Austauschprogramms und nutzten die Möglichkeit, über die anstehende große Europatour zu reden, bei der die Austauschschüler unter anderem das Osterfest in Rom feiern werden. Doch letztlich fieberten alle dem bunten, internationalen Abend entgegen. "Hier dürfen die Schüler ihre Heimatländer vorstellen und machen das auch mit großer Freude", erzählte Lingnau. Da war auch keine Spur von Heimweh zu bemerken. Schnell füllte sich die Empore des Gymnasiums mit den begeisterten Schülern. Und ganz gleich, aus welchem Teil der Welt die Kinder nach Deutschland gekommen sind, eines hatten alle gemeinsam: die Fahne ihres Heimatlandes um den Hals gebunden, die mit Grüßen von alten und neuen Freunden verziert war. Für ihren Auftritt auf der Bühne hatten die Schüler aus den USA, Ecuador, Thailand, Mexiko, Indien, Australien, Argentinien, Kanada, Venezuela, Brasilien, Taiwan und Japan sowie Frankreich als einzigem europäischem Land vorher geprobt, Präsentationen aufgebaut oder die landestypische Kleidung angezogen. Während die Amerikaner ihren Fahneneid aufsagten und in einem Videoclip Einblick in ihre Heimat gaben, setzten sich die Mexikaner Sombreros auf und sorgten mit den Klängen ihrer Heimat für beste Stimmung. Wo die Deutschkenntnisse nicht ausreichten, halfen sich die Schüler mit Englisch oder übersetzten, was ihre neuen Freunde von ihrem Zuhause erzählten. Während die Australier "Waltzing Matilda" anstimmten, zeigte der einzige Europäer unter den Gästen, dass Frankreich mehr zu bieten hat als Asterix und die Gallier und machte zur Freude der Amerikaner Zidanes Kopfstoß nach. Alle hatten Fotos im Gepäck und ließen ihre Freunde so in ihr Zuhause eintauchen. Und die zückten ihre Kameras, um irgendwann ihren Eltern von den Erlebnissen in Deutschland zu erzählen.

