Montag, 13. Februar 2012 02:05 Uhr
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Allgemeine Zeitung

Alzey 

Musik aus dem Reich der Meerjungfrau

28.07.2008

Von Marion Stark

Trio "Luna Melisande" spielt bei "Umsonst & draußen" / Kompositionen von Irish-Folk bis Jazz

Die samstäglichen Konzerte der Reihe "Umsonst und draußen" in der Eventpassage des Alzeyer Oberhauses sind eine wesentliche Bereicherung des sommmerlichen Kulturlebens in der Volkerstadt. Jetzt spielte dort das Trio Kim Avery, Georg Grieg und Mathias Kohlmann.

Als junge Band startete die Formation mit einer umfangreichen Liste von überwiegend eigens komponierten Stücken sanft und melodisch in den Abend. Dreistimmig, die Geige gezupft, bespielte "Luna Melisande" in ihrem ersten Stück stimmungsvoll "Der letzten Donner" mit poetischen Textpassagen wie "umhüllt von Diamantenglanz". Akustisch und lyrisch, bereit mit den eigenen Stücken zu experimentieren, präsentierte sich das Trio Kim Avery, Georg Grieg und Mathias Kohlmann mal ruhig und sanft oder auch kraftvoll und temporeich. Denn, so die Band über ihren Namen: Erst wenn schöne Musik erklingt, kommt die Meerjungfrau -  die Melisande.   Mit fetzigem "Mandodance" und der Kommunikation mit keltischen Trommeln brachte das Trio Bewegung ins Publikum, wobei Georg Grieg beweisen konnte: Auch die Gitarre eignet sich als "Schlaginstrument". Zu melodisch eingängigen irischen Reels wurde eifrig mitgeklatscht. Besonders beeindruckend war das Stück "Maggy Flöte", ein Zusammenspiel von Mathias Kohlmann an zwei irischen Flöten gleichzeitig -  vorerst als Solonummer, dann mit fetzigen Einsätzen der Gitarre und Kim Avery an der Trommel. Mit "Sonnenstrahlen" hatte "Luna Melisande" längst das gute Wetter zurückgeholt und Reggae-Feeling in die Eventpassage gebracht. Auch jazzmäßig angehauchte Stücke wurden aufgespielt: So begeisterte die Band in "Nopal touch" mit versetzen Gesangseinsätzen, neuen Rhythmen und einer sanften, zurückhaltenden Stimmung, die durch kurze, lebhafte Einsätze der Geige aufgelockert wurden. Mit außergewöhnlichen Instrumenten wie der Mandoline oder der Bouzouki und sanftem Gesang führte "Luna Melisande" mit romantischen Liedern in eine traumhafte Stimmung. Auch philosophische Stücke wie "Jig of slurs" und "Highlander" wirkten mit eindringlichem Gesang, gedrängten instrumentalen Passagen und staccatohaft anmutendem Gesang überzeugend auf das Publikum. Am Ende des Abends hatte das Trio "Luna Melisande" ein Potpourri an Stimmungen, Instrumenten und Arten diese Instrumente und ihre Stimmen professionell und experimentell spielen zu lassen, präsentiert. Eine musikalische Entdeckungsreise, die das Publikum begeistert und mit kräftigem Applaus honorierte.


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