Polizei sehr zufrieden mit Verlauf des Fastnachtsumzugs Alzey
21.02.2012 - ALZEY
Von Kathrin Damwitz
„Der Verlauf des Fastnachtswochenendes stellt sich aus Sicht der Polizei so reibungslos wie noch nie dar“, hält Kurt Fuchs, Erster Polizeihauptkommissar, fest. Der Leiter der Alzeyer Inspektion zog eine positive Bilanz des Umzugs in der Alzeyer Innenstadt am Sonntag. „Er verlief störungsfrei; wir verzeichneten keine Aggressionsdelikte“, sagte Fuchs.
Mann muss Schreckschusswaffe abgeben
Gleichwohl gab es einen kuriosen Zwischenfall am Rande. „Meine Kollegen mussten einem als Polizist verkleideten Zuschauer seine Schreckschusspistole abnehmen. Denn dafür hätte er einen ,kleinen Waffenschein‘ haben müssen, den er aber nicht besaß“, berichtet Kurt Fuchs.
Vor einigen Jahren war es beim Umzug regelmäßig zu Alkoholexzessen Jugendlicher gekommen, die nicht selten in die Notaufnahme des DRK-Krankenhauses gebracht werden mussten. Daraufhin beschlossen Polizei und Ordnungsamt der Stadt schärfere Kontrollen. So wurden fortan etwa alkoholisierte Jugendliche, die als Zuschauer Hochprozentiges mit zum Umzug brachten, ihren Eltern übergeben; gleichzeitig erging Meldung ans Jugendamt. Auch durften von den Umzugswagen herunter keine alkoholischen Getränke mehr ausgeschenkt werden. Ein Konzept, das gut aufgegangen ist. Denn schon in den letzten drei, vier Jahren verlief der Umzug deutlich ruhiger und weitgehend ohne Zwischenfälle. Fuchs fasst für die drei zurückliegenden Tage zusammen: „Am Freitag und Samstag hatten wir eine normale Wochenendlage“, es habe keine nennenswerten Vorfälle in Gaststätten, Discos oder auf der Straße gegeben. Am Sonntag hätten sich die Zuschauer des Umzugs „sehr diszipliniert verhalten“, ergänzt Fuchs. Relativ wenige Jugendliche seien dagewesen; „bei unseren Jugendschutzkontrollen gemeinsam mit Mitarbeitern der Stadt und des privaten Sicherheitsdienstes mussten wir weder Alkohol vernichten noch Jugendliche ihren Eltern übergeben“. Es seien keinerlei Sanktionen nötig geworden.
Auch den An- und Abreiseverkehr in die Stadt und von dort weg nahmen die Beamten unter die Lupe, getreu dem Motto: „Ohne Führerschein ist das ganze Jahr Aschermittwoch.“ Registriert wurden keinerlei Trunkenheitsfahrten. Schlägereien oder Körperverletzungsdelikte in Kneipen nach dem Umzug kamen ebenfalls nicht vor. „Wir hatten da nur geringfügige Sachverhalte zu bearbeiten; das war nicht der Rede Wert“, zeigt sich Fuchs „sehr erfreut“ über den guten Ablauf der Großveranstaltung am Fastnachtssonntag. Sein Fazit: „Wir hatten ein Wunschresultat“, die Kooperation mit der Stadt habe sehr gut funktioniert. Die Menschen hätten den Umzug genießen können und Spaß beim Feiern gehabt. „Das Konzept der scharfen Kontrollen wird 2013 mit Sicherheit beibehalten. Und 2012 wird zur Messlatte für die nächsten Jahre“, so Fuchs abschließend.

