Wer von einem Hund oder einer Katze gebissen wurde, sollte zum Arzt gehen. Das gilt auch dann, wenn das Tier das eigene ist - aber umso mehr, wenn es sich um einen fremden Vierbeiner handelt, der womöglich nicht gegen Tollwut geimpft ist. Keime im Tierspeichel können neben Tollwut auch zu Wundstarrkrampf - Tetanus - führen. Entzündet sich die Wunde, was den Angaben zufolge bei jedem zweiten Katzen- und jedem zehnten Hundebiss passiert, droht zudem eine Blutvergiftung, wenn nichts unternommen wird. Auf jeden Fall sollte das Opfer seinen Impfpass zum Arzt mitnehmen. Dann sieht dieser auf Anhieb, ob der Schutz ausreicht oder ob er nachimpfen muss. Als Soforthilfe wird die Wunde unter fließendem Wasser gewaschen und dann steril abgedeckt und verbunden. Ein roter Streifen auf der Haut, der von der Wunde ausgeht, ist entgegen der weit verbreiteten Meinung kein Alarmsignal für eine Blutvergiftung: Er weist auf eine Entzündung der Lymphgefäße hin. Auf die leichte Schulter zu nehmen ist er aber nicht, denn diese Entzündung kann sich durchaus zu einer Blutvergiftung entwickeln.

