Verträge für zwei kleine Läden noch offen
(mwo) - Die MIB hat nach ihrer Ankündigung im Stadtparlament die Mieter im Chinon Center benannt. Der Investor des Einkaufszentrums zeigte sich bei dem Rundgang mit Bürgermeisterin Gisela Stang (SPD), Erstem Stadtrat Wolfgang Exner (CDU) und Stadtrat Wolfgang Winckler (SPD) zufrieden über den Vermietungsstand. Denn mittlerweile seien mit Ausnahme von zwei kleineren Ladenflächen auch alle Geschäfte im Erdgeschoss entlang der überdachten Mall vermietet, betonte MIB-Projektleiter Uwe Laule. Feststehen tut auch schon das Eröffnungsdatum. Direkt nach dem Gallusmarkt soll das Chinon Center am 21. Oktober seine Pforten öffnen. Bereits Ende Juli sollen die Läden an die Mieter übergeben werden, die sich dann um den Innenausbau kümmern.
Neben den bereits seit längerem bekannten Ankermietern Edeka (der von der Hofheimer Firma Buch betrieben werden wird) und Lidl im Untergeschoss, den Modeketten C & A und H & M sowie dem Drogeriemarkt Müller im Erdgeschoss, lüftete Laule jetzt das Geheimnis um die anderen Ladenflächen. Wer von der Elisabethenstraße aus ab dem 21. Oktober in die Mall kommen wird, wird rechts nach H & M zuerst auf eine Filiale der Schuhkette Deichmann stoßen. Gegenüber wird Apollo-Optik einziehen. In der Mall, die die beiden Gebäudeteile des Centers trennt, wird sich auch das Modeschmuck-Unternehmen Bijou Brigitte ansiedeln sowie eine Apotheke. Insbesondere jüngeres Publikum werden neben dem Ladengeschäft von Hennes & Mauritz auch die Modeanbieter Tom Tailor und Street One anziehen.
Nur noch ein
Laden ist zu vermieten
In der Nähe des Chinonplatz-Eingangs werden sich in der Mall außerdem neben der Drogerie Müller und C & A auch noch ein E-Plus-Telefonladen sowie ein Gastronom italienischer Ausrichtung ansiedeln. Der soll dann auch die Mall-Bestuhlung übernehmen und am Eingang zum Chinonplatz eine Espressobar führen. Bei dem einen noch nicht unter Vertrag genommenen Laden sei man im Gespräch mit einem Damenoberbekleidungs-Geschäft, verriet Laule, so dass nur noch eines der rund 200 Quadratmeter großen Geschäfte mit einem Fragezeichen versehen ist in punkto Mieter.
Neuer Mieter im Center wird auch der Weltbild-Laden werden, der von der Hauptstraße in das Einkaufszentrum einziehen wird. Der Verlagsgruppe war der bisherige Laden schon seit längerem zu klein, weshalb nach größeren Räumlichkeiten in Hofheim gesucht wurde. Lange leerstehen soll der Laden in der Hauptstraße nicht, denn die Firma Buch rede bereits mit Nachmietern, wie der MIB-Projektleiter versichert hat. Der Besatz des Chinon Centers soll der Innenstadt keine Konkurrenz machen, betonte Laule. Für viele Einzelhandels-Konzerne sei Hofheim bislang ein "weißer Fleck auf der Landkarte" gewesen, sagte der MIB-Projektleiter. Das habe sich mit dem Chinon Center jetzt gewandelt. Deshalb rechnet Laule auch damit, dass die Hauptstraße von diesem Trend "befruchtet" wird. Für die MIB steht ein Verkauf des Einkaufszentrum nach dessen Eröffnung erst einmal nicht zur Debatte, betonte Laule. Möglich machen würden das die wohlhabenden Familien, die hinter der MIB stecken, so der Vertreter des Investors. Für alle Zeiten will der aber den Verkauf des Chinon Centers nicht ausschließen.
Die Bodenfliesen
liegen schon
Der Rohbau des Einkaufszentrums ist bereits weitgehend fertig. Die Mall ist bereits überdacht und dabei mit einem Band aus Glasflächen rechts und links versehen. Es fehlen nur noch die Abschlüsse der Mall mit Türen, die nachts verschlossen werden sollen. Auch die Treppen sind weitgehend fertig. Die Parkdecks im ersten und zweiten Obergeschoss sind ebenso bereits betoniert wie das kleinere Parkdeck im Untergeschoss für Edeka- und Lidl-Kunden, die dort einkaufen gehen. Die Boden-Fliesen im Bereich des Edeka und Lidl sind auch bereits verlegt. Nur die Treppeneinhausungen sind noch zu verkleiden. Insgesamt 430 Stellplätze wird es im Center geben. 75 davon werden im Untergeschoss zur Verfügung stehen. "Man sieht, dass wir unter den meisten Firsthöhen geblieben sind", betonte Maik Mehlhose, Technischer Betriebsleiter bei der MIB, beim Rundgang über das oberste Parkdeck, das mit einer höheren Brüstung versehen ist, um die Anwohner möglichst gut vom Lärm aus dem Parkhaus abzuschotten.
Auf dem obersten Parkdeck ist auch der Kino-Aufbau aufgesetzt. In dem Kino, das drei Säle mit insgesamt 400 Plätzen hat, wird derzeit noch kräftig gearbeitet an den für die Akustik so wichtigen Wänden zwischen dem Stahl-Trägerwerk in "leichten Bauweise". Denn schließlich soll der Schall in den Kinosälen bleiben und nicht nach außen dringen. Aber auch diese Arbeiten werden bald abgeschlossen sein, und dann kann der Kinobetreiber quasi schon mit der Bestuhlung beziehungsweise den Besuchertribünen anfangen. Im Kinotrakt wird auch eine Lounge mit Gastronomie eingerichtet werden.
Stadthallen-Anschluss im Oktober fertig
Im ersten Obergeschoss befindet sich auch der Eingang zum Kino sowie der Übergang zur Stadthalle, die zeitgleich mit einem sogenannten Lückenschluss mit dem Center verbunden wird und dabei auch ein größeres Foyer bekommt. Die Fertigstellung dieses Stadthallen-Anschlusses soll auch im Oktober fertig sein, wenn das Center eröffnet wird.
Die rückwärtige Fassade angefangen von der Pfarrgasse und dann an der Rudolf-Mohr-Straße entlang wird noch mit Pflanzkübeln mit Rankpflanzen begrünt. Hand in Hand mit der Stadt sollen auch die Verkehrswege rund um das Center bis zur Eröffnung fertig werden. Nach knapp 13 Monaten Bauzeit ist das Einkaufszentrum damit bereits in einem Zustand, in dem man sich die Läden und alles andere bereits gut vorstellen kann. Bis Ende Juli soll dann auch noch der Kran an der Stadthalle verschwinden.


