Von Markus Lachmann
Auch anderthalb Wochen nach dem Brandanschlag auf die Synagoge in Worms haben die Ermittler keine Hinweise auf die Täter. „Trotz aller Maßnahmen fehlt von dem oder den Brandstiftern jede Spur“, sagte der rheinland-pfälzische Innenstaatssekretär Roger Lewentz (SPD) im Mainzer Landtag. „Konkrete Hinweise liegen nicht vor.“ So hätten weder die Befragung von Bewohnern, noch ein Hinweistelefon, noch eine Flugblattaktion Fortschritte erbracht.
Die Mainzer Landesregierung hatte für Hinweise, die zur Aufklärung der Tat führen, eine Belohnung von 10.000 Euro ausgesetzt. Laut Lewentz habe es seit 1992 in Rheinland-Pfalz keine vergleichbare Straftat gegenüber jüdischen Einrichtungen gegeben. Die Strafverfolgungsbehörden würden „alle zur Verfügung stehenden rechtsstaatlichen Mittel“ ausschöpfen, um die Täter zu schnappen.
Die Echtheit der am Tatort hinterlassenen Bekennerschreiben sei nach wie vor nicht geklärt, legten aber eine politisch motivierte Straftat nahe. Laut Lewentz ist die Installation von Videokameras an der Synagoge möglich, allerdings in Absprache mit jüdischer Gemeinde und Stadt.

