Sonntag, 12. Februar 2012 21:05 Uhr
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Allgemeine Zeitung

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Loveparade bricht alle Rekorde

21.07.2008

1,6 Millionen Menschen feiern in Dortmund/Regen trübt Stimmung nicht

DORTMUND (dpa) Zwei Jahre nach ihrem Umzug von Berlin ins Ruhrgebiet hat das Musikspektakel Loveparade am Wochenende in Dortmund alle Rekorde gebrochen. 1,6 Millionen Menschen tanzten unter dem Motto "Highway to love" über zwei Kilometer der gesperrten Schnellstraße B1.

Größere Zwischenfälle gab es nicht. "Wir haben im Ruhrgebiet die richtige Heimat gefunden", sagte ein Sprecher des Veranstalters "Lopavent". Den Startschuss hatte am Samstagnachmittag DJ WestBam mit einer eigens zum Parade-Motto komponierten Hymne gegeben. Unter dem Jubel hunderttausender meist schrill gekleideter Technofans setzte sich ein Umzug von 36 Musikwagen in Bewegung, der erst am späten Abend zu Ende ging. Die Wagen kamen aus 15 Ländern, darunter Australien, Südkorea, Ukraine oder die Türkei. Auch die Fans waren aus aller Welt angereist. Das Tourismusbüro der Stadt begrüßte Gäste aus Japan, Kanada, Israel, Thailand und Island. Kräftige Regengüsse wechselten sich mit Sonnenschein ab, trübten aber die Laune der Feiernden kaum. Mehrere Männer zogen nach den ersten Schauern ihre durchnässten T-Shirts aus und tanzten bis tief in die Nacht "oben ohne" weiter. Frierenden Ravern halfen die Rettungsdienste am Abend mit Wolldecken. "Die Loveparade existiert noch, das ist super", meinte Alexandra (17) aus Köln. Daniel (17) aus Dortmund fand es "richtig geil". Viele Besucher tanzten die Nacht durch und traten erst am Sonntag die Heimreise an. Zahlreiche Clubs hatten zu Partys eingeladen. Den tanzwütigen Massen heizten mehr als 250 Discjockeys ein. Beim siebenstündigen Abschlusskonzert traten unter anderem die DJs Moby, Paul van Dyk und Armin van Buuren sowie das Elektronik-Duo Underworld auf. "Die Künstler waren hochzufrieden und möchten alle wiederkommen", sagte Cheforganisator Kersten Sattler. Die Parade wurde nach Veranstalterangaben in 53 Ländern live im Fernsehen gezeigt, darunter Australien, China, Irak, Ungarn oder die Salomon-Inseln. Mehrere Millionen Menschen schauten sich die Loveparade im Internet an. Aus Sicht der Polizei verlief die Loveparade "friedlich und ohne größere Zwischenfälle". Die Sanitätsdienste versorgten knapp 1400 Besucher. Die Organisatoren lobten das Verbot von Glasflaschen. Auch die für die Bahn zuständige Bundespolizei zog eine positive Bilanz. Allerdings waren ungeduldige Raver mehrfach über die Gleise gelaufen und hatten vorübergehend den Bahnverkehr lahmgelegt. Bei der Rückfahrt war Geduld gefragt: Mehrmals musste die Bundespolizei den Hauptbahnhof wegen zu großen Andrangs sperren.


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