Von Michael Erfurth
Die Polizei schließt einen Blitzeinschlag als Ursache des Großbrandes auf dem Gelände der Recyclingfirma Knettenbrech + Gurdulic in Mombach aus. Die Auswertung von Videoaufnahmen, die das heranziehende Gewitter und den Verlauf des Brandgeschehens am 13. Juli dokumentiert hatten (diese Zeitung berichtete), habe gezeigt, dass das Feuer bereits ausgebrochen war, bevor die ersten Blitze in Mainz zu erkennen waren.
Die Polizei vermutet derzeit, dass eine Selbstentzündung durch Gewerbeabfälle wie Glas- oder Spiegelscherben Auslöser des Brandes gewesen sein könnte. Experten des Landeskriminalamtes sind noch damit beschäftigt, den Brandschutt auszuwerten. Bei dem Feuer in der Industriestraße war das Altholzlager abgebrannt und ein Schaden von einer halben Million Euro entstanden. Noch Tage später musste die Feuerwehr das Gelände im Auge behalten. Die Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Süd hatte den Betrieb der Recylingfirma in Mombach zunächst eingestellt, in der vergangenen Woche aber Teile der Anlage für den Umschlag von Sperrmüll und von Kunststoffabfällen des Dualen Systems Deutschland (DSD) sowie von Papier, Pappe und Kartonagen wieder freigegeben.

