Bernie Ecclestone gibt grünes Licht für Formel-1-Rennen auf dem Nürburgring
31.01.2013 - MAINZ
Von Markus Lachmann
Gute Nachrichten für den Nürburgring: Formel-1-Chef Bernie Ecclestone hat grünes Licht für das Rennen am 7. Juli in der Eifel gegeben. Der Brite ist sich handelseinig mit der nahezu landeseigenen Nürburgring Betriebsgesellschaft (NBG). Entsprechende Informationen dieser Zeitung bestätigten die Beteiligten am Donnerstagvormittag in einer Presseerklärung. Die Unterschrift unter den Vertrag soll noch am Mittwochabend geleistet worden sein. Dazu heißt es in der Pressemitteilung der NBG allerdings nur, dass über "vertragliche Details Stillschweigen vereinbart" worden sei.
Der Ticketvorverkauf soll laut Mitteilung in der kommenden Woche beginnen, die Vorbereitungen liefen auf Hochtouren. Zu der Vereinbarung sagte am Nur der Vorverkauf der Tickets wird nicht wie berichtet schon an diesem Donnerstag, sondern erst zu einem späteren Zeitpunkt beginnen. Ministerpräsidentin Malu Dreyer und Innenminister Roger Lewentz (beide SPD) freuen sich über den Durchbruch: "Das ist eine gute Nachricht für die Region", ließen sie noch am späten Mittwochabend verlauten.
Dreyer sagte am Donnerstag, der Vertragsabschluss zeige, dass die legendäre Rennstrecke unverändert zu den attraktivsten Motorsportstätten der Welt gehöre. Ecclestone habe mit seiner Entscheidung, das deutsche Grand-Prix-Rennen in diesem Jahr wieder in der Eifel starten zu lassen, ein deutliches Bekenntnis zum Nürburgring abgelegt. "Dass die Formel 1 erneut am Ring gastiert, ist ein klarer Beleg für die Attraktivität der Rennstrecke und beweist: Der Mythos Nürburgring lebt".
ADAC und AVD mit im Boot
Offenbar sind auch Differenzen, die es zuletzt noch zwischen ADAC und AVD gegeben hatte, ausgeräumt: Beide Vereine sollen den Informationen zufolge mit im Boot sein. Wie diese Zeitung berichtete, hat sich der ADAC als sportlicher Ausrichter und damit Partner der Nürburgring-Betriebsgesellschaft angeboten. Die Rechte für den „Großen Preis von Deutschland“ besitzt allerdings der AVD.
Ecclestone hatte am Mittwoch einen Bericht dieser Zeitung bestätigt, wonach angedacht ist, das Rennen am Nürburgring künftig „Großer Preis von Europa“ zu nennen. Die Ex-Nürburgring-Pächter Jörg Lindner und Kai Richter, die den Zuschlag nicht erhalten haben, wollen unterdessen weiter rechtlich gegen die NBG vorgehen. Nach Informationen dieser Zeitung wollen sie ein einstweiliges Verfügungsverfahren gegen die Betriebsgesellschaft auf den Weg bringen. Der Vorwurf: Verletzung des Vergleichsvertrags vom November. Zudem wollen sie offenbar auf Schadenersatz in Millionenhöhe klagen. Wie in Motorsportkreisen zu hören ist, seien die beiden Unternehmer bereit, bis vor den Bundesgerichtshof zu ziehen.


