Neuwahl an der Saar: SPD und CDU im Saarland eng beieinander
27.01.2012
Mainz/Saarbrücken (dpa/lrs) - SPD und CDU liefern sich im Saarland ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Wenn schon am Sonntag gewählt würde, kämen die beiden großen Parteien auf jeweils 36 Prozent der Stimmen. Das ergab eine am Freitag veröffentlichte Umfrage des Forschungsinstituts TNS Emnid im Auftrag des Fernsehsenders Sat. 1 Landesstudio Saarland. Die Linkspartei bekäme 15 Prozent, die Grünen 5 Prozent. FDP (2 Prozent) und Piratenpartei (4) wären nicht im neuen Landtag vertreten.
Derzeit laufen sich die Partei für die Landtagswahl warm. Nach dem Scheitern der schwarz-gelb-grünen Koalition wird am 25. März im Saarland neu gewählt. Dabei streben Kramp-Karrenbauer und Maas eine große Koalition an. Eine überwältigende Mehrheit von 71 Prozent der Befragten sprach sich bei der Umfrage auch für diese Konstellation aus. Bei der Frage nach dem Wunschkandidaten für das Amt des Ministerpräsidenten lag SPD-Landeschef Heiko Maas mit 42 Prozent vor Amtsinhaberin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) mit 40 Prozent.
Bei der Landtagswahl 2009 war die CDU auf 34,5 Prozent der Stimmen gekommen, die SPD auf 24,5 Prozent. Die Linken erreichten 21,3 Prozent, die FDP 9,2 Prozent, die Grünen 5,9 Prozent.
Bei einer am Donnerstag veröffentlichten Umfrage der Forschungsgruppe Wahlen für das ZDF-«Politbarometer» hatte die SPD 38 Prozent der Stimmen bekommen, die CDU 34 Prozent, die Linken 13 Prozent, die Grünen 6 Prozent, die Piraten 5 Prozent und die FDP 2 Prozent.
Die SPD will an diesem Samstag bei einer «offenen Konferenz» ihre Wahlkampagne starten, die FDP ihre Spitzenkandidaten bei einer Pressekonferenz präsentieren. Am Montagabend haben die Linken zu einer Wahlkampfveranstaltung mit Fraktionschef Oskar Lafontaine und seiner Lebensgefährtin, der Vize-Chefin der Bundestagsfraktion Sahra Waagenknecht, nach Homburg eingeladen.
Trotz erneuter Absage von Maas hält der Bundesvorsitzende der Linkspartei, Klaus Ernst, ein rot-rotes Bündnis an der Saar weiter für möglich. Seine Partei werde der SPD ein Angebot machen, das diese nicht ablehnen könne - «nämlich die Umsetzung zentraler Punkte ihres Wahlprogramms», sagte Ernst der «Passauer Neuen Presse» (Freitag). Mindestlohn und Vermögenssteuer gebe es nur mit der Linken.

